Russische Revolution: Von Lenin zur Stalin-Diktatur (1905–1929)

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Die Russische Revolution (1905–1920)

Obwohl Russland über eine der größten Armeen der Welt verfügte, war seine sozioökonomische Struktur extrem veraltet und größtenteils nicht-industrialisiert. Diese Rückständigkeit führte im Ersten Weltkrieg zu einer militärischen Katastrophe.

Veraltete politische Strukturen

Die politische Struktur Russlands war ebenfalls überholt. Bis 1905 herrschte die absolutistische Monarchie des Zaren. Erst dank einer bürgerlichen Revolte im Jahr 1905 musste der Zar seine Macht mit der Duma (Parlament) teilen.

Die militärischen Niederlagen im Ersten Weltkrieg verschärften die politische Krise der Regierung.

Die Revolutionen von 1917 und der Bürgerkrieg

Im Februar 1917 brach in Russland ein Aufstand aus. Die Situation eskalierte, Zar Nikolaus II. dankte ab und die Republik wurde ausgerufen. Da diese provisorische Regierung jedoch keine grundlegenden Veränderungen herbeiführte, forderte Wladimir Iljitsch Lenin, der Führer der Bolschewiki, die Übertragung der Macht an die Sowjets (Räte).

Diese Machtübernahme führte zum Bürgerkrieg. Deutschland unterzeichnete im Februar 1918 den Friedensvertrag von Brest-Litowsk. Trotz des Widerstands vieler antibolschewistischer Kräfte führte Trotzki die Rote Armee 1920 zum Sieg und gründete den ersten kommunistischen Staat: die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR).

Die Russische Revolution war eine riesige Bewegung der Arbeiter, die darauf abzielte, die proletarische Kontrolle zu erlangen.

Konsolidierung der Sowjetunion und Stalins Aufstieg

Die Neue Ökonomische Politik (NEP)

Nach dem Ende des Bürgerkriegs begann die Sowjetunion mit einer neuen Organisation. Im Wirtschaftsbereich wurde 1921 die Neue Ökonomische Politik (NEP) ins Leben gerufen. Der Staat behielt sich dabei die Kontrolle über Schlüsselbereiche wie Grundstoffindustrie und Außenhandel vor.

Die Kommunistische Partei setzte 1921 die Diktatur des Proletariats durch. Alle anderen politischen Parteien und Gewerkschaften wurden verboten.

Stalins Diktatur und die Großen Säuberungen

Bis 1929 etablierte sich die Stalin-Diktatur, um jegliche persönliche Opposition zu unterbinden. Die kommunistische Führung ließ zahlreiche historische Gegner verfolgen, töten oder in sibirische Konzentrationslager (Gulags) deportieren.

Wichtige Entscheidungen wurden 1928 getroffen, darunter die Kollektivierung der Landwirtschaft und die Einführung der Fünf-Jahres-Pläne. Diese Maßnahmen dienten der Organisation und der Erreichung einer raschen Industrialisierung. Millionen von Menschen wurden deportiert und viele von ihnen getötet. Durch die Industrialisierung unter Stalin erlangte die Sowjetunion schnell eine führende Position.

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