Russischer Bürgerkrieg, Kriegskommunismus und Aufstieg der UdSSR

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Der Bürgerkrieg und Kriegskommunismus

The Civil War (Kriegskommunismus):

Das Land war in zwei Gruppen unterteilt: die Weißen (Konterrevolutionäre) und die Anhänger der Roten Armee, die Bolschewiki. Der Bürgerkrieg (1918–1921) führte zum Sieg der Bolschewiki unter Führung von Lew Trotzki (Trotzki leitete die Rote Armee).

Der Kriegskommunismus war die von der Regierung angewandte Wirtschaftspolitik: Verstaatlichung der Industrie, Kollektivierung der Landwirtschaft sowie Requirierung der Getreidevorräte.

Lenin proklamierte die Diktatur des Proletariats; andere Parteien wurden verboten. Es gab Streiks und Unruhen, denen mit Repression begegnet wurde. Ein bekanntes Ereignis war die Meuterei der Matrosen von Kronstadt.

Viele Russen starben infolge des Krieges, Hungers und der Kälte.

L3. Die NEP (1921)

Die NEP (1921):

Mit der Neuen Ökonomischen Politik (NEP) wurden 1921 Teile der staatlichen Kontrolle gelockert, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Es wurden folgende Maßnahmen zugelassen:

  • Begrenzte private Eigentumsrechte und private Kleinbetriebe (z. B. Handwerk und Handel)
  • freier Binnenhandel und Erleichterung des Verkehrs
  • Der Außenhandel, Banken und große Unternehmen blieben unter staatlicher Kontrolle

Gründung der UdSSR (1922)

UdSSR: 1922 wurde die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) gegründet. Der Staat war multinational und multiethnisch.

1923 wurde eine Verfassung ausgearbeitet. Die Republiken hatten formell Autonomie in der Innenpolitik (Bildung, Gesundheit, Sprache, Sitten). Als höchste gesetzgebende Instanz galt der Oberste Sowjet, ergänzt durch ein Präsidium (dessen Vorsitzender das Staatsoberhaupt war) und den Rat der Volkskommissare (Ministerrat).

In der Praxis wurde die Politik jedoch von einer einzigen Partei kontrolliert: der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), insbesondere durch das Zentralkomitee unter Leitung des Generalsekretärs.

UdSSR und Internationalismus

UdSSR und Internationalismus:

Lenin gründete 1919 die Dritte Internationale (Komintern), um die Vorstellung des Kommunismus in mehreren Ländern zu verbreiten. Die KPdSU und kommunistische Parteien verfolgten häufig ein stark zentralisiertes und undemokratisches Modell.

Stalin und seine Diktatur

Stalin und seine Diktatur:

Lenin starb 1924. In den folgenden Machtkämpfen setzte sich Josef Stalin durch. Er verteidigte die Idee des "Sozialismus in einem Land" und konsolidierte bis 1929 seine Macht.

Es entwickelte sich ein Personenkult um Stalin; Propaganda verzerrte die Wahrheit. Die Partei stärkte ihre Macht und griff zunehmend zu Terrormaßnahmen. Die politische Unterdrückung erfolgte unter anderem durch das NKWD.

Zwischen etwa 1933 und 1939 kam es zu intensiven Säuberungen, darunter die berühmten Moskauer Prozesse. Viele Menschen wurden in Konzentrationslager (Gulags) in Sibirien deportiert; die Haftbedingungen waren unmenschlich und die Arbeit hart. Zudem wurde die Kontrolle über Kultur und Medien abgeschlossen durchgesetzt.

L5: L1. Planwirtschaft und Gosplan

Planwirtschaft:

1927 wurde der Gosplan eingerichtet. Er plante die Wirtschaft über Fünfjahrespläne (jeweils für fünf Jahre) und verteilte die Ressourcen. Die ökonomischen Zielvorgaben wurden zentral festgelegt; der Gosplan war ein zentrales Organ der UdSSR.

Schlagwörter: Kriegskommunismus, NEP, UdSSR, Komintern, Stalin, Gosplan, Planwirtschaft, Gulag.

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