Satzarten und Strukturen: Erklärung, Klassen und Beispiele

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Die Erklärung und ihre Klassen

Die Erklärung und ihre Klassen sind Aussagen oder Botschaften, die einen vollständigen Gedanken ausdrücken. Sie sind durch Intonation gekennzeichnet, besitzen Pausen, die sie von anderen Aussagen trennen, und die Intonation einer Äußerung drückt die Haltung oder Modalität des Sprechers aus.

Klassen entsprechend ihrer Verfassung

Deklarativ (Aussagesatz)

Deklarative Sätze werden verwendet, um Informationen zu liefern. Die finale Intonation fällt meist ab. Schriftlich treten sie überwiegend im Indikativ auf und haben eine vorwiegend referentielle Funktion. Sie sind häufiger in narrativen und wissenschaftlichen Texten (z. B.: "Schadensersatz").

Interrogativ (Fragesatz)

Interrogative Sätze fordern eine Antwort des Gesprächspartners. Sie werden oft durch steigende Intonation markiert und kommen vorwiegend im Indikativ vor. Funktional können sie konativ sein oder als Bitte formuliert werden.

Rufe / Exklamativ

Rufe sind durch größere Lautstärke und Intensität geprägt und orthographisch häufig durch Ausrufezeichen gekennzeichnet (z. B. "Feuer!"). Sie verwenden meist den Indikativ, erfüllen eine expressive Funktion und treten häufiger in lyrischen Texten auf.

Desiderativ

Desiderative Äußerungen drücken einen Wunsch aus. Sie werden oft mit dem Konjunktiv und mit Partikeln wie "hoffentlich" verbunden. Üblicherweise haben sie eine exklamative Intonation und eine überwiegend expressive Funktion.

Ermahnungen und Imperative

Ermahnungen und Imperative sind Aufforderungen oder Ratschläge. Sie verwenden den Imperativ oder den Konjunktiv (bei Verneinung) und haben meist eine fallende Intonation. Ihre vorherrschende Funktion ist konativ.

Hesitatoren

Hesitatoren drücken Zweifel oder Unentschlossenheit aus. Sie treten häufig mit dem Konjunktiv und adverbialen Ausdrücken wie "vielleicht" auf. Die Intonation kann fallend sein, und die expressive Funktion überwiegt (z. B. "Vielleicht erreicht er das Abendessen").

Arten von Sätzen

Sätze können einfach sein (aus einem einzigen Prädikat) oder zusammengesetzt, wenn sie aus zwei oder mehr Teilsätzen bestehen.

Transitive Sätze

Transitive Sätze verlangen ein direktes Objekt (z. B. "er aß geröstete Birnen").

Intransitive Sätze

Intransitive Sätze haben kein direktes Objekt (z. B. "Die Pflanzen wuchsen").

Unpersönliche Sätze

Unpersönliche Sätze haben kein echtes grammatisches Subjekt. Es gibt verschiedene Typen: atmosphärische Sätze mit Verben wie "regnen" (z. B. "Es regnet"), Konstruktionen mit formalem "es" und scheinbar unpersönliche Formen.

Kopulation

Kopulative Sätze bestehen aus einer Kopula und einem Prädikatsnomen oder Attribut (z. B. "Er ist Lehrer").

Verbalprädikat

Verbalprädikate bauen das Prädikat primär verbal auf (z. B. Konstruktionen wie "wie wir wissen").

Aktiv

Aktiv ist die Konstruktion, in der das Subjekt die Handlung des Verbs ausführt; sie drückt den Handelnden und den Vorgang aus.

Passiv

Passiv ist dadurch gekennzeichnet, dass das Subjekt patientisch ist (Leiden bzw. Empfänger der Handlung). Man unterscheidet typischerweise zwei Arten: das Vorgangspassiv (werden + Partizip II) und das Zustandspassiv (sein + Partizip II). In anderen Sprachen tritt zudem die Form to be + past participle auf.

Satzgefüge nach der Beziehung der Teilsätze

Koordinierte Sätze

Koordinierte Sätze stehen auf der gleichen hierarchischen Ebene und werden durch koordinierende Konjunktionen verbunden (z. B. "kommen oder bleiben?").

Juxtaposierte Sätze

Juxtaposierte Sätze stehen nebeneinander ohne verbindende Konjunktion (z. B. "Er kam, sie ging").

Subordinierte Sätze

Subordinierte Sätze (Nebensätze) hängen von einem Hauptsatz ab und werden durch Subordinationswörter verbunden. Sie übernehmen Funktionen, die denen von Nominalphrasen, Adjektiven oder Adverbien entsprechen, und sind in der Hauptsatzstruktur integriert.

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