Die Schlacht von Caseros und das Abkommen von San Nicolás

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Die Schlacht von Caseros

Am 3. Februar 1852 besiegte die konföderierte Armee unter der Führung von Justo José de Urquiza die Truppen von Juan Manuel de Rosas. Nach dessen Flucht nach Buenos Aires und dem Rücktritt von López als Interims-Gouverneur ermöglichte dieser Sieg die politische Neuordnung Argentiniens. Ziel war die Ausarbeitung einer Verfassung und der Aufbau einer liberalen Regierungsstruktur.

Das Abkommen von San Nicolás

Das am 31. Mai 1852 unterzeichnete Abkommen wurde von dreizehn Provinzen ratifiziert (mit Ausnahme von Buenos Aires). Es umfasste 19 Artikel, die Justo José de Urquiza zum Interims-Direktor der Argentinischen Konföderation ernannten. Zudem wurde die Einberufung eines verfassungsgebenden Kongresses in der Stadt Santa Fe beschlossen.

Wichtige Bestimmungen

  • Anerkennung des Bundesvertrags von 1831 als Verfassungsgrundlage.
  • Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung.
  • Gleiche Vertretung aller Provinzen (zwei Abgeordnete pro Provinz).
  • Immunität der Abgeordneten für ihre Meinungsäußerungen.
  • Übertragung exekutiver Befugnisse an Urquiza.

Ablehnung durch Buenos Aires

Buenos Aires lehnte das Abkommen aus mehreren Gründen ab:

  • Repräsentation: Die Provinz wollte nicht die gleiche Anzahl an Abgeordneten wie die kleineren Provinzen.
  • Kontrolle: Der Kongress in Santa Fe entzog sich dem direkten Einfluss von Buenos Aires.
  • Wirtschaft: Die Forderung, einen Teil der Zolleinnahmen aus dem Außenhandel an die nationale Regierung abzuführen, wurde als finanzieller Nachteil empfunden.

Folgen und Sezession

Die erste Folge war die Verabschiedung der Verfassung von 1853 und die Wahl von Urquiza zum ersten Präsidenten im Jahr 1854. Die zweite Folge war die Abspaltung von Buenos Aires, die bis zur Schlacht von Cepeda im Jahr 1859 andauerte.

Die Sezession von Buenos Aires

Wirtschaft: Dank der Zolleinnahmen und landwirtschaftlicher Exporte verfügte Buenos Aires über eine solide Bank und ein starkes Militär. Politik: Die Provinz verabschiedete eine eigene Verfassung und baute staatliche Strukturen auf. Die autonome Partei unter Alsina strebte die Unabhängigkeit an.

Die Revolution vom 11. September

Am 11. September 1852 beendete eine Revolution die Herrschaft von Urquiza in Buenos Aires. Alsina wurde Gouverneur und verfolgte eine Politik, die primär die Interessen der Provinz schützte.

Die Konföderation

Die wirtschaftliche Lage der Konföderation war schwierig, da ihr die Zolleinnahmen von Buenos Aires fehlten. Urquiza versuchte, durch Steuerzuschläge auf Waren, die über Buenos Aires importiert wurden, den Hafen von Rosario zu stärken, blieb jedoch weitgehend erfolglos. Die neue Verfassung von 1853 etablierte eine repräsentative, föderale und republikanische Regierungsform, die von allen Provinzen außer Buenos Aires angenommen wurde.

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