Schulorganisation und Bildungsmanagement: Ein Leitfaden
1. Klassifizierung
Die Klassifizierung erfolgt durch die Einteilung von Schülern in Stufen, Zyklen, Kurse und Gruppen unter Berücksichtigung individueller Unterschiede und Förderbedarfe.
Ziele der Klassifizierung
- Bildung homogener Gruppen (Alter, Leistung, Fähigkeiten).
- Anwendung geeigneter didaktischer Methoden.
- Altersgerechte Lehre.
- Steigerung des Bildungsniveaus.
- Optimierung von Zielen, Zeit, Raum und Ressourcen.
2. Gruppierung
Die Gruppierung kann vertikal (über Jahrgangsstufen hinweg) oder horizontal (innerhalb eines Kurses) erfolgen.
Vertikale Organisation
Sie betrifft die Abstufung innerhalb des Bildungssystems und die Zuweisung von Abschlüssen. Die Gruppierung erfolgt nach:
- Lerninhalten und Bedarf.
- Didaktischer Organisation.
- Individuellem Fortschritt des Schülers.
Hinweis: Die Methodik muss den Fortschritt des Schülers berücksichtigen und diesen aktiv einbeziehen.
3. Organisation der Bildung
Graduierte Organisation
Das heute am häufigsten verwendete System:
- Prinzipien: Einteilung in Semester/Stufen, feste Lernziele, gleichzeitige Förderung der Gruppe, chronologisches Alter als Basis.
- Vorteile: Erleichtert Planung, administrative Kontrolle und pädagogisches Handeln.
- Nachteile: Fördert kaum die Zusammenarbeit unter Lehrern und strebt nach Uniformität.
Nicht-graduierte Organisation
Fokus auf individuelles Lerntempo und freie Fortschrittsmöglichkeiten.
- Prinzipien: Förderung der Zusammenarbeit, nicht-einheitliche Lerninhalte.
- Vorteile: Langfristige Bewertung, Berücksichtigung individueller Unterschiede.
- Nachteile: Hoher Planungs- und Anpassungsaufwand.
4. Funktionale Typologie
- Richtlinie: Schulvorstand.
- Management: Schulleitung, Sekretariat, Gremien.
- Beratung: Lehrerkollegium, Fachbereiche, CCP.
- Koordination: Studienleitung, Fachbereiche.
- Technik: Studienleitung, Fachbereiche.
- Exekutive: Schulleitung, Sekretariat.
5. Funktionen und Rollen in der Schule
Das Management-Team wird durch Projekte bestimmt und besteht aus:
- Schulleiter/in: Repräsentant der Schule, Vorsitzender des Schulvorstands.
- Studienleiter/in: Koordination von Lehrpersonal, Zeitplänen und Lehrplänen (PCC/PAG).
- Sekretär/in: Verwaltung der Dokumentation und Haushaltsführung.
6. Gremien: Kollegium und Schulrat
Zusammensetzung
- Kollegium: Schulleiter und alle Lehrkräfte.
- Schulrat: Schulleiter, Studienleiter, Sekretär, Vertreter von Eltern, Schülern, Lehrern und Verwaltung.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Beide Gremien müssen Konflikte lösen und die Ausrichtung der Schule kennen. Der Schulrat entscheidet über administrative und strategische Fragen, während das Kollegium pädagogische Forschung, Lehrpläne und Bildungsforschung verantwortet.
7. Kompetenzen der Studienleitung
Die Studienleitung übernimmt folgende Aufgaben:
- Vertretung des Schulleiters.
- Führung des Lehrpersonals.
- Koordination akademischer und ergänzender Aktivitäten.
- Erstellung und Überwachung von Zeitplänen.
- Förderung der Zusammenarbeit und Organisation der Schülerbetreuung.
8. Kompetenzen des Sekretariats
Verantwortlich für die administrative Ordnung:
- Protokollführung der Gremiensitzungen.
- Verwahrung von Büchern und Aufzeichnungen.
- Ausstellung von Zertifikaten.
- Inventarverwaltung und Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien.