Sehbehinderung verstehen: Definitionen, Ursachen und Hilfen
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Sehbehinderung: Definitionen und Konzepte
Im Gegensatz zu verwandten Konzepten:
- Mangel: Verlust oder eine Abnormalität des psychologischen, physiologischen, anatomischen oder funktionellen Bereichs. Beispiel: Veränderung der Hornhaut.
- Behinderung: Beschränkung bei einer Tätigkeit, die als normal angesehen wird. Beispiel: Nicht Farben unterscheiden oder die Entfernung von Objekten einschätzen können.
- Handicap: Ein Nachteil für eine Person. Beispiel: Blindheit.
Was ist eine Sehbehinderung?
Sehbehinderung ist die Abwesenheit, Verringerung oder Mängel der Vision, sei es aus folgenden Gründen:
- Angeboren (Kongenital): Erblich oder erworben durch Unfall oder Krankheit.
Bedingungen und Ursachen
Fehler des Sehnervs
- Optikusatrophie: Beeinflusst die Wahrnehmung von Form und Farbe.
Fehlbildungen des Augeninnendrucks
- Glaukom: Kann Gesichtsfeldausfälle verursachen.
Fehlbildungen der okulären Motilität
- Nystagmus: Führt zu unvollkommener Sicht.
- Schielen (Strabismus): Abweichung der Augen in den primären und kardinalen Blickrichtungen. Während ein Auge fixiert, ist das andere abgelenkt. Abweichungen sind: Strabismus convergens (nach innen) oder divergens (nach außen).
Okulare Brechungsfehler
- Myopie (Kurzsichtigkeit): Anomalie, die die Nahsicht beeinträchtigt und ein unscharfes Bild erzeugt. Man unterscheidet:
- Einfach: Tritt nicht fortschreitend auf und kann korrigiert werden.
- Böseartig (Pathologisch): Degeneriert mit der Zeit.
- Hyperopie (Weitsichtigkeit): Anomalie, bei der Objekte in der Ferne unschärfer erscheinen als in der Nähe.
- Astigmatismus: Eine Augenerkrankung, die durch ein Problem in der Krümmung der Hornhaut entsteht. Dies verhindert die klare Ausrichtung von Objekten in der Ferne und in der Nähe, wodurch das Bild verzerrt wird.
Alterssichtigkeit (Presbyopie): Eine Schwierigkeit, sich auf kürzere Entfernungen einzustellen.
Müdigkeit, bekannt als „Blickermüdung“, wird durch die Augenmuskulatur verursacht. Dies äußert sich in Schwierigkeiten bei Nahsichtaufgaben, obwohl die allgemeine Sehfähigkeit stabil bleibt.
Amblyopie
Besteht in der Verschlechterung des Sehvermögens durch mangelnde Nutzung. Sie ist volkstümlich als „träges Auge“ bekannt.
Konsequenzen der Sehbehinderung
- Strabismus.
- Übermäßiges Herabhängen des Oberlids (Ptosis).
- Fehlende visuelle Stimulation.
Behandlungsmöglichkeiten
- Korrektur von Sehfehlern.
- Brillen.
- Kontaktlinsen (weich oder hart).
- Laseroperationen.
- Intraokularlinsen.
Symptome und Grade des Sehverlusts
- Verringerte Sehschärfe, Sehstörungen und dunkle Schleier.
- Pathologische Veränderungen des Gesichtsfeldes: Gesichtsfeldausfälle können in peripheren Einengungen und Skotomen (blinde Flecken) unterteilt werden.
- Veränderungen in der Farbwahrnehmung: Verlust der Wahrnehmung einer oder zweier Grundfarben (Rot, Grün oder Blau), verursacht durch Fehler bei der Farbabstimmung.
- Anomalie der Helligkeit in Bezug auf die Umgebung: Änderung der Empfindlichkeit der Netzhaut gegenüber der Lichtintensität, was die Sicht beeinträchtigen kann.
Grad des Mangels
- Vollständig blind: Kein Sehvermögen.
- Teilweise blind: Restliches Orientierungssehvermögen, das die Wahrnehmung von Licht und Masse ermöglicht.
- Tief amblyop: Restsehfähigkeit, die Volumen und Farbe wahrnimmt. Die Sicht ist eng mit besonderen Lehrmethoden verbunden.
Die ONCE (Nationale Organisation der Spanischen Blinden)
Ist eine gemeinnützige Organisation mit der Mission, die Lebensqualität für Menschen mit Sehbehinderungen in Spanien zu verbessern.
Leitlinien für Studierende mit Sehbehinderung der ONCE
- Die ONCE empfiehlt eine Reihe von Leitlinien zur Verbesserung der Autonomie und Entwicklung der visuellen Fähigkeiten von Sehbehinderten.
- Gefördert und koordiniert werden Bewegungen, die auf kontrastierenden Farben (insbesondere Hell und Dunkel) arbeiten, Sicherheit lehren und in gewissem Maße Unabhängigkeit erfordern.
- Vor allem wird die wichtige Rolle der Eltern betont.
Multisensorische Stimulation
- Taktile Stimulation.
- Auditive Stimulation.
- Olfaktorische (Geruchs-) Stimulation.
- Gustatorische (Geschmacks-) Stimulation.
- Visuelle Stimulation (wo möglich).
Sport für Blinde und Sehbehinderte
- Schach.
- Leichtathletik.
- Radfahren (Tandem).
- Ski.
- Fußball (speziell Blindenfußball/Goalball).