Sekundäranalyse: Methoden und Arten von Datenquellen
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Um sowohl der qualitativen als auch der quantitativen Sicht Rechnung zu tragen, ist ein Minimum an Referenzen oder Leitfäden erforderlich. Dazu gehören beispielsweise Coding-Sheets im quantitativen Design oder die Identifizierung einzelner Interviews und Fokusgruppen im Bereich der qualitativen Forschung.
Im Falle amtlicher Statistiken oder öffentlich zugänglicher Quellen dienen diese dazu, die Realität des selektiven Bereichs zu belegen. Die Indikatoren nach Desrosières, die aus offiziellen statistischen Quellen hervorgehen, spiegeln eine gesellschaftliche Realität innerhalb von Institutionen wider. Ihre Präsentation bietet dem Anwender ein Forschungspotenzial, das über die reine Analyse hinausgeht. Da eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Daten stattgefunden hat, werden sie als Indikatoren oder Ergebnistabellen angeboten. Dies kennzeichnet die Sekundäranalyse von Sekundärquellen – also jenen Quellen, bei denen die Daten bereits aufbereitet, zusammengefasst und synthetisiert wurden.
Das Schema verdeutlicht, dass jede sekundäre Quelle auf einer Matrix von Sekundärdaten basiert. Der entscheidende Unterschied liegt im Grad der Ausarbeitung der Informationen. Der Unterschied zwischen der Sekundärdatenanalyse und der Analyse sekundärer Quellen besteht darin, wie intensiv der Sekundäranalytiker die Daten bearbeitet hat; im ersten Fall ist dieser Grad am geringsten.
Die andere große Gruppe der Sekundäranalyse befasst sich mit der Gründung der Analyse. Der Sekundäranalytiker arbeitet mit Daten, die bereits von einem Primäranalysten erfasst und verarbeitet wurden. Die sofortige Verarbeitung dieser Daten ist in der Regel umfangreicher, da die sekundären Informationen Daten liefern, die spezifische Fragen der Analyse und Interpretation beantworten. Die Fragen, die der Analytiker an die jeweiligen Datenkonkretionen für die Sekundäranalyse stellt, sind dabei oft andere als in der Primäranalyse. Wer also eine Analyse sekundärer Quellen durchführt, tritt nicht an die Stelle der ursprünglichen Antworten, sondern stellt eigene Fragen bezüglich der Datenanalyse-Seite.
Arten von Sekundärquellen
Eine sekundäre Datenquelle ist eine geordnete Menge von Daten oder Informationen, die ursprünglich für einen anderen Zweck aus der Sicht eines Forschers produziert wurden. Man kann hierbei von einer zweiten Quelle sprechen, die in der aktuellen Forschung Sinn ergibt. Dabei muss zwischen der sekundären Datenquelle und der öffentlichen oder privaten Institution, die diese gesponsert und produziert hat, unterschieden werden.
Klassifizierung der Quellen
Auf einer weiteren Ebene betrachten wir die Aufzeichnungen oder Einheiten der Quellen. Hierbei erfolgt die Trennung der sekundären Quellen nach den Merkmalen des verfügbaren Materials:
- Quantitative Sekundärquellen: Diese stellen numerische Indikatoren bereit.
- Qualitative Sekundärquellen: Diese liefern Daten in Form von Worten, Zeichnungen oder Kommunikationseinheiten.
Ein wesentliches Kriterium ist zudem der Grad der Institutionalisierung der Quelle, wobei insbesondere zwischen offiziellen (amtlichen) Statistiken und inoffiziellen bzw. privaten Quellen unterschieden wird.
Wichtige amtliche Statistikquellen
Die wichtigsten Datenquellen aus amtlichen Statistiken lassen sich wie folgt unterteilen:
- Indirekte Produktionsdaten: Diese stammen überwiegend aus Verwaltungsakten. Es handelt sich um Daten, die zwar der Wissensproduktion und Forschung dienen können, ursprünglich jedoch für andere administrative Funktionen erzeugt wurden.
- Tatsächliche Informationsquellen: Diese beschränken sich auf die Erfassung von Fakten in Verwaltungsakten. Beispiele hierfür sind Geburten- oder Sterberegister. Sie bilden Verhaltensänderungen und Tatsachen ab, enthalten jedoch keine Informationen über Einstellungen oder Überzeugungen.