Service-Level und SPC-Steuerung in der Telekommunikation

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Definition und Berechnung des Service-Levels

Der Service-Level beschreibt das Verhältnis der nicht erfassten Anrufe zur Gesamtzahl der übernommenen Anrufe. Er gibt uns eine Vorstellung von der Angemessenheit der installierten Geräte. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist die Dienstgüte (Grade of Service). Die Berechnung erfolgt anhand der folgenden Formel:

Service-Level = Anrufe in Abwesenheit / Gesamtzahl der Anrufe

Stored Program Control (SPC)

SPC (Stored Program Control) bezeichnet ein Vermittlungssystem, das über den Einsatz elektronischer, programmierbarer Prozessoren gesteuert wird. Es gibt verschiedene Arten der Steuerung:

Zentrale SPC-Steuerung

Hierbei wird ein einzelner Computer oder ein zentraler Prozessor eingesetzt (aus Sicherheitsgründen oft redundant ausgelegt), der für die Verwaltung aller Ressourcen der Telefonzentrale zuständig ist. Um diese Art der Kontrolle durchzuführen, ist ein leistungsfähiger Prozessor erforderlich, während die Software vergleichsweise einfach strukturiert ist.

Verteilte SPC-Steuerung

Diese basiert auf der Verwendung mehrerer Prozessoren, die auf die Verwaltung der einzelnen Bereiche der Telefonzentrale spezialisiert sind. In diesem Fall müssen die verwendeten Prozessoren nicht so leistungsstark sein wie im vorherigen Fall, da jeder nur einen Teil der verfügbaren Ressourcen verarbeitet. Ein Vorteil dieses Systems ist die Ausfallsicherheit: Wenn ein Prozessor ausfällt, arbeitet der Rest des Systems mit den verbleibenden Ressourcen weiter. Die Software ist hierbei komplizierter, da jeder Prozessor mit den anderen kommunizieren muss, um eine gemeinsame Verwaltung der Telefonzentrale zu gewährleisten.

Semidistribuierte SPC-Steuerung

Dies ist ein Kompromiss zwischen den beiden anderen Modellen. Es besteht aus einer teilweisen Dezentralisierung der Steuerung durch einen zentralen Prozessor und eine bestimmte Anzahl von Prozessoren, die von der regionalen Dimension der Telefonzentrale abhängig sind.

Beispielaufgabe: Verkehrsaufkommen

Gegebene Daten: 10.000 Abonnenten, 3 Stunden Beobachtungszeitraum, 24.000 Anrufe, durchschnittliche Belegungsdauer 180 s.

  • a) Gesamtvolumen des Verkehrs (in Sekunden): R = 432 × 104 s
  • b) Volumen des Verkehrs pro Abonnent in LLR: LLR R = 3,6
  • c) Verkehrsdichte pro Abonnent in LLR / HC: LLR = 1,2 W / HC
  • d) Gesamtintensität in Erlang: R = 400 E
  • e) Intensität des Verkehrs pro Abonnent in CCS / HC: R = 1,44 CCS / HC

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