Software, Betriebssysteme und Treiber: Übersicht & Begriffe
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SOFTWARE
Software ist die Gesamtheit von Programmen, Anweisungen und Daten, die einem Rechner Funktionen bereitstellen. Sie ermöglicht den Betrieb und die Nutzung der Hardware.
Arten der Software
- Firmware: Software, die fest in Hardware integriert ist und grundlegende Funktionen bereitstellt.
- Betriebssystem: Die Systemsoftware, die Hardware verwaltet und Anwendungsprogramme ausführt.
- Anwendungsprogramme: Software für spezifische Aufgaben, z. B. Office, Multimedia oder Entwicklungstools.
Nutzungsbedingungen der Software
Es gibt verschiedene Lizenztypen, die die Rechte der Nutzer bestimmen:
- Proprietäre Software (Eigentum): Die Hersteller behalten das Eigentum; der Käufer erhält in der Regel nur eine Lizenz. Vervielfältigung, Änderungen oder Reparaturen sind oft ohne Erlaubnis untersagt.
- Testversion (Shareware): Die Software kann kostenlos in einer Probephase genutzt werden. Nach Ablauf dieser Frist müssen Nutzer in der Regel eine Gebühr zahlen, um sie weiter zu verwenden.
- Freeware: Kostenlose Software, die in der Regel zeitlich unbegrenzt nutzbar ist; Support oder Weiterentwicklung ist aber nicht garantiert.
- Freie Software / Open Source: Software, die frei genutzt, verändert und verteilt werden darf. Oft besteht die Verpflichtung, Verbesserungen ebenfalls offen zu legen (abhängig von der Lizenz).
Das Windows-Betriebssystem
Das Windows-Betriebssystem bietet eine grafische Benutzeroberfläche, die einfach zu bedienen ist, und ermöglicht die gleichzeitige Ausführung mehrerer Anwendungen in verschiedenen Bereichen des Bildschirms.
Grafische Windows-Umgebungen
- Windows-Desktop: Ihr Arbeitsbereich mit Symbolen, Verknüpfungen und Taskleiste.
- Windows-Explorer: Ein zentrales Programm zum Zugreifen auf Ordner und Dateien, die auf Festplatten gespeichert sind.
- Systemsteuerung / Bedienfeld: Ermöglicht den Zugriff auf verschiedene Konfigurationstools und Systemeinstellungen.
Beispiele für Einstellungen in Windows
- Hinzufügen oder Entfernen von Hardware und Programmen.
- Tools zur Leistungskonfiguration und Systemwartung.
- Allgemeine Konfiguration: Geräteverwaltung, Benutzerkontenverwaltung und Systemeigenschaften.
Linux-Betriebssystem
Linux ist ein Betriebssystemkern (Kernel) und bildet zusammen mit Benutzerprogrammen eine vollständige Betriebssystemumgebung. Linux kann eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche bereitstellen und mehrere Anwendungen gleichzeitig in Fenstern ausführen (Multitasking).
Grafische Linux-Umgebungen
Es gibt verschiedene Desktop-Umgebungen, die sich im Aussehen und in der Bedienung unterscheiden können. Gemeinsam sind typische Elemente wie Verknüpfungssymbole, Menü und Taskleiste.
- Desktop-Umgebungen: Verschiedene GUIs (z. B. GNOME, KDE) bieten unterschiedliche Bedienkonzepte.
- Dateibrowser (z. B. Nautilus): Erlaubt den Zugriff auf Ordnerstrukturen und die Verwaltung von Dateien.
Linux-Konfiguration
Die Systemkonfiguration unter Linux kann über zentrale Einstellungsprogramme erfolgen:
- Desktop-Einstellungen anpassen (Design, Sitzungen, Anzeige).
- Tastatur, Maus und Peripheriegeräte konfigurieren.
- Netzwerkzugang und Konnektivität einrichten.
- Systemeigenschaften prüfen und ändern sowie Benutzerzugriffe verwalten.
- Anwendungssoftware installieren oder das Betriebssystem aktualisieren (Paketverwaltung).
Benutzerkonten in Linux
Es gibt normale Benutzerkonten und ein Administrator-Konto (Root). Der Root-Account hat uneingeschränkten Zugriff auf Systemressourcen; reguläre Benutzerkonten haben eingeschränkte Rechte.
Vernetzung mit Linux
Um auf Netzwerkressourcen zuzugreifen, müssen Computer in einem lokalen Netzwerk verbunden sein und passende Benutzerrechte besitzen. Administratoren können Ordner und Ressourcen in einem lokalen Netzwerk freigeben.
Programme & Gerätetreiber
Gerätetreiber sind spezielle Programme, die die Kommunikation zwischen Betriebssystem und Hardware ermöglichen.
Plug & Play
Plug & Play bezeichnet einen Standard, durch den Erweiterungskarten und Peripheriegeräte so gestaltet sind, dass die Konfiguration des PCs beim Einbau oder Anschluss automatisch erfolgt. Wird ein neues Gerät angeschlossen, startet das Betriebssystem die automatische Installation der passenden Treiber und schließt den Vorgang mit minimalem Benutzereingriff ab, sofern die Treiber verfügbar sind.
Anpassen eines Windows-Treibers
Nach der Installation eines Gerätetreibers können Sie die Einstellungen prüfen und anpassen. Typische Bereiche sind:
- Tastatureinstellungen: Wiederholverzögerung, Wiederholrate und Sperrtastenoptionen (z. B. Ein/Aus der Umschalt- oder Entfernen-Funktion).
- Zeiger- und Mausoptionen: Auswahl des Mauszeigers, Bewegungsgeschwindigkeit und Sichtbarkeitsoptionen.
- Hardware-Information: Herstellerangaben, Modell des Geräts und Informationen zum installierten Treiberprogramm.
PROGRAMMZWECK
Programme dienen unterschiedlichen Zwecken: Büroautomation, Konstruktion, Produktion, Wissenschaft, Kommunikation, Beratung, Bildung und Unterhaltung. Viele Programme sind betriebssystemabhängig, obwohl es plattformübergreifende Anwendungen gibt, die auf verschiedenen Betriebssystemen laufen.