Sokrates: Leben, Prozess und philosophische Beiträge
Eingeordnet in Philosophie und Ethik
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,55 KB
Sokrates im Urteil seiner Zeitgenossen
- Platon: Platon war Sokrates' Schüler und machte seinen Lehrer zum zentralen Thema seiner Bücher. (Ich schätzte dies sehr.)
- Andere Autoren (Xenophon, Aristophanes): Sie hassten Sokrates und stellten ihn lächerlich dar. Sie bezeichneten ihn als hässlichen Scharlatan.
- Aristoteles: Er ist der Maßstab, den wir noch nicht erreicht haben.
Biografie und philosophische Wende
Sokrates wurde um 470 v. Chr. geboren und starb 399 v. Chr. Eine Zeit der Umkehr und der Klarheit wird mit dem Orakel von Delphi in Verbindung gebracht. Dieses soll Sokrates zum weisesten Mann erklärt haben, weil er seine eigene Unwissenheit erkannte. Daraus entstand das berühmte Zitat: „Ich weiß nur, dass ich nichts weiß.“
Er besuchte zwar die Schulen der Philosophie, erkannte aber, dass er sich selbst erkennen musste. Im Gegensatz zu den Sophisten verlangte er kein Geld von seinen Jüngern. Da seine Mutter eine Hebamme war, bezog er dies auf sein didaktisches Vorgehen (die Mäeutik oder Hebammenkunst): „Wir müssen alle ein Kind [die Wahrheit] zur Welt bringen helfen.“
Anklage, Prozess und Tod
Nach dem Peloponnesischen Krieg und der politischen Einigung Athens unter Sparta hatte Sokrates viele Gegner, da er sich nicht für eine politische Partei entschied. Man klagte ihn wegen zweier Vergehen an:
- Die Nichtanbetung der Götter (Atheismus).
- Die Verderbnis der Jugend.
Er verteidigte sich aus seiner Sicht nur und wurde dennoch für schuldig befunden. Er sagte, dass er Athen nichts schuldig sei, sondern das Gegenteil für sein politisches Handeln verdiene. Ihm wurden zwei Optionen angeboten: Exil oder Tod. Sokrates wählte den Tod, da er glaubte, nichts Unrechtes getan zu haben. Er wurde zum Tode verurteilt.
Seinen letzten Lebenstag verbrachte er mit seinen Jüngern. Er starb nach der Einnahme des Giftes, das als Schierling bekannt ist.
Sokratisches Denken und philosophische Beiträge
Nach Aristoteles waren Sokrates' Hauptbeiträge:
Die Definitionen oder allgemeinen Begriffe
Sokrates unterschied zwischen dem Allgemeinen und dem Besonderen. Er argumentierte, dass wir zwar alle Individuen sind, aber alle der allgemeinen Kategorie „Mensch“ angehören. Dieser Beitrag bezog sich insbesondere auf moralische Begriffe. Jede Person mag ein individuelles Konzept der Wahrheit haben, aber es existiert ein vorgefasstes, universelles Konzept.