Das Sonnensystem: Planeten, Merkur, Mars und Kosmologische Theorien

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Das Sonnensystem im Überblick

Das Sonnensystem besteht aus der Sonne, 8 Planeten, 3 Zwergplaneten, über 30 Satelliten, Tausenden von Asteroiden sowie einer großen Anzahl von Kometen und Meteoriten.

Alle Planeten umkreisen die Sonne. Uranus und Venus rotieren im Uhrzeigersinn um ihre Achse. Zur Berechnung der Planetenentfernung dient das **Titius-Bode-Gesetz** (Rn = 0,4 + 0,3 * 2(n-1)). Dieses Gesetz deutet auf die Existenz eines weiteren Planeten zwischen Mars und Jupiter hin.

Klassifizierung der Planeten

  • Innere Planeten (Gesteinsplaneten): Merkur, Venus, Erde, Mars (klein und dicht)
  • Äußere Planeten (Gasriesen): Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun (Gas)
  • Zwergplaneten: Eris, Ceres, Pluto

Die Planeten Merkur und Mars

Wählen Sie zwei der folgenden Planeten:

Merkur – Der sonnennächste Planet

Merkur ist der sonnennächste Planet und empfängt die zehnfache Sonnenenergie der Erde. Tagsüber werden Temperaturen erreicht, die denen auf dem Mond ähneln. Er dreht sich um seine eigene Achse und weist Phasen auf, die denen des Mondes ähneln. Merkur ist der kleinste Planet mit der geringsten Masse. Seine Bahngeschwindigkeit ist die höchste, weshalb sein Jahr das kürzeste ist. Seine Dichte ist die größte im Sonnensystem.

Die Sonde Mariner 10 entdeckte, dass Merkur ein Magnetfeld und eine extrem dünne Atmosphäre besitzt. Es wurden Krater entdeckt, die denen des Mondes ähneln, sowie Eisvorkommen in Regionen, die kein Sonnenlicht erreichen.

Mars – Der Rote Planet

Die Viking-Weltraummissionen zeigten Unterschiede zwischen den Hemisphären des Mars: Der Süden ist unebener, während der Norden glatte, abfallende Ebenen aufweist. Analysen des sandigen Materials deuten auf einen vulkanischen Ursprung hin, da es einen hohen Eisenanteil besitzt. Es gibt Wassereis, das je nach Jahreszeit wechselt. Der Schnee besteht aus Trockeneis. Die Oberfläche ist von Felsen bedeckt.

Mars besitzt zwei Monde, **Phobos** und **Deimos**, die 1877 von A. Hall entdeckt wurden.

Die Sonne – Unser Zentralgestirn

Die Sonne ist der uns nächstgelegene Stern, dessen Energie das Leben auf der Erde ermöglicht. Ihre Masse ist 300.000-mal größer als die der Erde, und ihre Oberflächentemperatur beträgt etwa 6000 °C.

Sonnenflecken sind mit Protuberanzen verbunden, die auf der Erde die *Aurora Borealis* (Polarlichter) auslösen können. Die Sonnenflecken verändern ihre Position, da sich die Sonne um ihre eigene Achse dreht.

Theorien zur Entstehung des Universums und des Sonnensystems

Kosmologische Theorien

Inflationäre Theorie (Alan Guth)

Die Inflationäre Theorie (nach Alan Guth) geht davon aus, dass sich eine einzige Urkraft in vier fundamentale Kräfte aufspaltete, was zur Entstehung des Universums führte, das sich seitdem kontinuierlich ausdehnt.

Steady-State-Theorie (Edward Milne)

Die Steady-State-Theorie (nach Edward Milne) besagt, dass das Universum weder einen Anfang noch ein Ende hat, da interstellare Materie schon immer existierte. Sie argumentiert, dass das allgemeine Erscheinungsbild des Universums in Raum und Zeit identisch ist.

Urknall-Theorie (Big Bang)

Die Urknall-Theorie besagt, dass die gesamte Materie des Universums in einem winzigen Punkt, dem sogenannten „kosmischen Ei“, konzentriert war. Die Explosion, bekannt als „Big Bang“ (Zeitpunkt Null), setzte eine Kette von Ereignissen in Gang, die Photonen und Atome erzeugten. Dies führte zur Bildung von Protogalaxien, die sich später zu den heutigen Galaxien entwickelten.

Theorien zur Entstehung des Sonnensystems

Katastrophentheorie

Die Katastrophentheorie besagt, dass ein Stern an der Sonne vorbeiflog. Die dabei entstehende Gravitationswechselwirkung zog gasförmige Protuberanzen aus der Sonne heraus, die sich später zu den Planeten verdichteten.

Nebulartheorie

Die Nebulartheorie geht davon aus, dass sich aus Staub und Gas unter dem Druck von Sternenlicht ein Nebel bildete, der einen schweren Kern enthielt. Dieser Kern entwickelte sich zum Zentralgestirn, der Sonne. Die hohen Temperaturen ließen die umgebenden Materieklumpen kontrahieren und sich zu den Planeten formen.

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