Soziale Arbeit in städtischen Gebieten: Ziele und Richtlinien
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Ziele der Sozialen Arbeit in städtischen Gemeinschaften
Wir identifizieren folgende Ziele der Gemeinschaft, die Sozialarbeiter in diesem Bereich berücksichtigen müssen:
- Entwicklung einer Karte der territorialen Ungleichgewichte in der Stadt, in der das Interventionsprojekt entwickelt werden soll.
- Entwicklung einer Karte der wirtschaftlichen, kulturellen, ethnischen, bildungsbezogenen und relationalen Ungleichgewichte bezogen auf die Zielgruppe (z. B. junge Arbeitslose und Obdachlose) oder den Bezirk, in dem das Stadterneuerungsprojekt entwickelt werden soll.
- Analyse des Diskurses über das Kollektiv oder den Bezirk, der von der breiten Öffentlichkeit, Institutionen und Akteuren geführt wird, um die kollektive Vorstellungswelt zu verstehen, in der sie sich bewegen, und um zu erfahren, wie sowohl die Zielgruppe als auch der Rest der Bevölkerung die Intervention wahrnehmen.
- Ermittlung der notwendigen Ressourcen zur Erreichung der Projektziele, wobei zwischen den Ressourcen unterschieden wird, die kommunale Organisationen bereitstellen können, und jenen, die die Gemeinschaft durch gemeinsames Handeln von anderen Institutionen fordern sollte.
- Erstellung einer Karte der institutionellen Politik, der wichtigsten Akteure sowie der öffentlichen und privaten Mittel, um leicht objektivieren zu können, welche Orte, Institutionen, Gemeinschaften oder Personen dem Projekt am meisten Widerstand oder Schwierigkeiten bereiten, und welche es fördern können und möglicherweise die geeigneten Partner für die Finanzierung und die Projektarbeit sind.
- Entwicklung eines Fahrplans für soziale, wirtschaftliche und bildungspolitische Aufstiegschancen, der zur Erreichung dieser Ziele beiträgt und in der Bevölkerung verbreitet wird, um Erwartungen zu schaffen, die als echter Verbesserungsfaktor für den Zusammenhalt in der Bevölkerung dienen.
Allgemeine Richtlinien für die Soziale Arbeit in städtischen Gebieten
Wir schlagen die folgenden allgemeinen Richtlinien für Sozialarbeiter in diesem Bereich vor:
- Analyse der ethnischen, religiösen, kulturellen und altersbedingten Zusammensetzung des Stadtteils, in dem das Projekt entwickelt werden soll. Unsere Städte sind heterogen, insbesondere in der Bevölkerungszusammensetzung, so dass in bestimmten Vierteln und Altersgruppen die meisten Menschen möglicherweise nicht mehr aus der Stadt oder Region stammen, in der sie sich befindet. Zum Beispiel ist die Gruppe der Kinder in einigen Stadtzentrumsgebieten inzwischen überwiegend ausländischer Herkunft.
- Integration von Fachkräften für Migrationsströme in das Team, die in der Lage sind, einige der am weitesten verbreiteten Sprachen im Umfeld zu beherrschen, um die Organisation und Verbreitung von Informationen zu erleichtern.