Soziale Ausgrenzung und Armut: Ursachen & Lösungen
Eingeordnet in Sprache und Philologie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 4,68 KB
Soziale Ausgrenzung und Armut
Wegen Schwierigkeiten beim Zugang zu Wohnraum und mangelnder sozialer Unterstützung erfahren viele Menschen verschiedene Formen sozialer Ausgrenzung. Prekäre Verträge, Arbeitsplatzunsicherheit und unwürdige Arbeitsbedingungen verschärfen die Lage. Viele Menschen fühlen sich einsam. Die Tendenz zum Individualismus führt dazu, dass Menschen aus Angst und hoher Belastung aggressiv werden oder Gewalt anwenden, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Diskriminierung gegenüber Menschen, die anders sind, erschwert ihre Aufnahme in die Gesellschaft.
Ursachen der sozialen Ausgrenzung
- Ökonomisch: Häufigste Ursache; hängt mit Beschäftigungsstatus und Einkommensverlust zusammen.
- Bildung (formativ): Analphabetismus, Schulversagen und fehlende Qualifikation.
- Gesundheit: Chronische Erkrankungen, Infektionskrankheiten und mangelnder Zugang zu Gesundheitsversorgung.
- Wohnen: Schlechte Wohnverhältnisse, Überbelegung, fehlender Zugang zu angemessenem Wohnraum.
- Relational: Verschlechterung oder Ausfall familiärer Beziehungen, Alleinerziehende, Einsamkeit.
Risikogruppen
Kinder
Kinder, die in Armut aufwachsen, erfahren unmittelbare Folgen: Sie müssen im Hier und Jetzt überleben, was ihre Gegenwart und ihre Zukunft beeinträchtigt.
Jugendliche
Bei Jugendlichen nimmt die Gefahr der Ausgrenzung zu: Probleme bei der Integration, Schwierigkeiten im Bildungs- und Wohnbereich (z. B. mangelnde vivienda/Wohnsituation) erschweren den Einstieg in ein selbstständiges Leben.
Ältere Menschen (65+)
Ältere Menschen erleben häufig Identitätskrisen durch Rollenverlust im Alter. Aufgrund niedriger Renten leben in manchen Regionen fast 50 % älterer Menschen in Armut.
Frauen
Frauen sind besonders betroffen durch schlechte Arbeitsbedingungen und die Zunahme alleinerziehender Haushalte; dies erhöht das Armutsrisiko und die soziale Ausgrenzung.
Einwanderer
Für Einwanderer, insbesondere in Ländern wie Spanien, ist Arbeit zentral, doch die soziale und berufliche Integration ist oft schwierig. Viele kommen in prekären Arbeitsverhältnissen mit niedrigen Löhnen und unwürdigen Arbeitsbedingungen und leben in Armut.
Menschen mit Behinderungen
Menschen mit Behinderungen begegnen zusätzlichen Hürden; Barrieren führen dazu, dass sie de facto ausgegrenzt werden und besonders anfällig für soziale Ausgrenzung sind.
Individualismus und Egoismus
Der wachsende Individualismus und Egoismus in unserer Gesellschaft fördert das Handeln allein nach eigenen Interessen: Menschen kämpfen zu ihrem Vorteil und versuchen, alles abzuwenden, was ihnen schadet. Dabei vergessen wir häufig, dass wir voneinander abhängig sind. Solche Haltungen führen zu Intoleranz und verschärfen soziale Spaltung.
Irrtümer über Armut
- Armut ist kein Fluch oder eine persönliche Schuld der Betroffenen.
- Die Vorstellung, arme Familien hätten Freude an extremer Armut, ist falsch.
- Armut kann nicht nur von Experten und Wissenschaftlern allein gelöst werden.
Anhaltspunkte zum Verständnis von Armut
- Armut ist menschengemacht; zur Überwindung bedarf es politischen Willens.
- Wer an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird, hat häufig nicht die Mittel, um seine Situation aus eigener Kraft zu überwinden.
- Wir sollten auf die Familien in den Slums und benachteiligten Vierteln hören: Obwohl diese Menschen oft von unserer Gesellschaft zermalmt werden, können sie uns am meisten über wahre Gerechtigkeit und Freiheit lehren.
Maßnahmen gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Für das Engagement zur Beendigung von Armut und sozialer Ausgrenzung sind drei Arten von Maßnahmen zentral:
- Deckung der Grundbedürfnisse: Nahrung, Kleidung, Hygiene, Schutz und akute Hilfe.
- Integration: Danach Maßnahmen zur Integration in Gesellschaft und Arbeitsleben, Zugang zu menschenwürdiger Arbeit und Lebensbedingungen.
- Aktive Beteiligung: Am Ende des Prozesses steht die aktive Teilnahme Betroffener: Menschen müssen befähigt werden, ihre Situation zu bewältigen und Lösungen zur Prävention zu finden. Dieser Schritt ist entscheidend für wirksame politische Maßnahmen zur Beseitigung von Armut und Ausgrenzung.
Nur durch kombinierte kurzfristige Hilfe, langfristige Integrationsstrategien und die aktive Einbindung der Betroffenen können Armut und soziale Ausgrenzung nachhaltig bekämpft werden.