Soziale Devianz, Anomie und Ursachen der Kriminalität

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Soziale Devianz

Es ist jegliches Verhalten, das von den allgemein üblichen Standards der Gesellschaft abweicht. Soziale Devianz ist nicht notwendigerweise ein Verbrechen; sie bezieht sich auf Abweichungen von sozialen Normen. Der Begriff umfasst alle Handlungen, die von den von der jeweiligen Gesellschaft auferlegten Bestimmungen abweichen.

Soziale Devianz

Das menschliche gesellschaftliche Leben wird durch Standards oder Regeln bestimmt, die bestimmte Verhaltensweisen in bestimmten Kontexten als angemessen definieren. Soziale Devianz ist das Ergebnis des Lebens in der Gesellschaft, in der es Gesetze, Vorschriften oder Normen gibt und damit ein Potenzial zur Entwicklung von Abweichungen besteht.

Soziale Devianz

Anomie

In der Soziologie ist Anomie ein Zustand, der durch fehlende oder unklare soziale Standards gekennzeichnet ist. Wenn die soziale Struktur bestimmte Personen nicht ausreichend unterstützt, um die Ziele der Gesellschaft zu erreichen, vermittelt dies ein Gefühl der Unordnung (Anomie). Dies kann zur Erosion sozialer Kontrolle und zum Zerfall von Normen führen, da die entstehende Situation schwer zu kontrollieren ist.

Anomie nach Émile Durkheim

Émile Durkheim stellte fest, dass Anomie das Fehlen von Normen beschreibt, die das Verhalten von Individuen leiten. Anomie ist der Mangel an spezifischen Normen, die Missachtung eines rechtlichen Rahmens oder die Unfähigkeit moderner Gesellschaften, einen stabilen demokratischen Rechtsstaat zu behaupten.

Kriminalität

Kriminalität bezeichnet die Begehung oder Ausführung einer Straftat durch Handlungen oder Formen antisozialen Verhaltens, die gegen gesetzliche Normen verstoßen, die vom Staat festgelegt wurden.

Ursachen der Kriminalität

1. Biologische oder genetische Ursachen

Es ist notwendig, klarzustellen, dass die These, Straffälligkeit sei angeboren oder allein durch körperliche oder physiologische Merkmale bedingt, abgelehnt werden muss. Gleichwohl können biologische oder genetische Aspekte eine wichtige Rolle beim Ausmaß der Neigung zu abweichendem Verhalten spielen. Sie sind kein ausschlaggebender Faktor, sondern können in bestimmten Fällen eine Mitursache für straffälliges Verhalten darstellen.

2. Pinatel Jem – Sozialer Faktor

Unter Sozialfaktoren versteht man etwa, dass Personen, die keine enge Bindung zu ihren Eltern hatten, möglicherweise keine ausreichende Selbstbeherrschung entwickeln und somit anfälliger für kriminelles Verhalten werden können.

Soziale Faktoren (Beispiele)

Unter den sozialen Faktoren sind die folgenden zu nennen:

  • Familienprobleme: Wenn der Haushalt durch bestimmte negative Aspekte in der Erziehung geprägt ist, kann dies eine kollektive Konditionierung auslösen. Oft ist dies der Ausgangspunkt für spätere Delinquenz, da die Familie Werte, Rollenbilder, Zuneigung, Gleichgültigkeit, Gewalt und andere kulturelle Verhaltensmuster vermittelt.

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