Soziale Folgen, gesellschaftlicher Wandel und Massenkultur (1930er)

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Soziale Folgen der Krise

Es wird geschätzt, dass es in der industrialisierten Welt im Jahr 1932 etwa 30 Millionen Arbeitslose gab. In den USA waren es etwa 12 Millionen, in Deutschland mehr als 6 Millionen und im Vereinigten Königreich mehr als 2 Millionen. Elend und die verbreitete Angst vor Hunger betrafen vor allem Arbeiter und Bauern; der Mittelstand wurde ebenfalls nicht verschont.

Es öffnete sich eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich (auch in Costa Rica), und soziale Spannungen entstanden. Auch dort wuchs eine starke Polarisierung. In vielen europäischen Ländern führte eine Politik der Angst — der sogenannte "peligro rojo" (»Rote Gefahr«) — dazu, dass Tausende aus Furcht vor dem Kommunismus autoritäre und unterdrückende Regierungen unterstützten.

Gesellschaftlicher Wandel

Schaffung und Herausbildung neuer gesellschaftlicher Gruppen: Zwar gab es einen Rückgang der landwirtschaftlichen Bevölkerung und gleichzeitig eine Zunahme der Arbeiterklasse in Industrie und tertiärem Sektor. Aufgrund der wirtschaftlichen Krise kam es zu einem Prozess der Proletarisierung der Mittelschicht.

Die sich wandelnde Rolle der Frauen: Ein weiterer wichtiger Umstand war der erweiterte Zugang von Frauen zur Erwerbsarbeit in der Nachkriegszeit und die Ausweitung des Wahlrechts. Dies führte zu einer zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Frauen.

Die Entstehung der Massenkultur

Die große Entwicklung der Medien, insbesondere der Presse, ermöglichte die Herausbildung einer Freizeitindustrie, die sich stärker an der Populärkultur orientierte. Die Medien übernahmen die doppelte Aufgabe, Informationen zu liefern und die öffentliche Meinung zu bilden; man bezeichnete sie oft als die "vierte Gewalt".

Das Radio erlebte ein goldenes Zeitalter: Es war Informationsquelle, Technologie, Unterhaltungsmedium und Werbeträger, das im häuslichen Bereich eingesetzt wurde. Kein Zweifel: Der Film, der sich ausweitete und sich in dieser Zeit als das beliebteste Medium konsolidierte, war die vollkommene Manifestation dieser Entwicklung.

Besonders in Europa — etwa in Frankreich und Deutschland — dominierten das Autorenkino und der soziale Realismus, die die sozialen Belange der dreißiger Jahre thematisierten.

In den USA

Der Film wurde zu einem wahren Spektakel und zu einem großen Wirtschaftszweig, der versuchte, der Öffentlichkeit die Vorzüge des bestehenden sozialen Systems zu vermitteln.

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