Soziale Harmonie und der Prozess der Sozialisation
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Soziale Harmonie und Disharmonie
Beim Menschen existieren zwei gegenläufige Trends: die Neigung, mit anderen zu leben, aber auch die Konfrontation mit anderen. Beide Phänomene basieren auf einem sehr speziellen Charakter des Menschen – in den Worten von Kant: seiner „ungeselligen Geselligkeit“.
Der Mensch ist im Wesentlichen gesellig: Er braucht und will die Gesellschaft sowie die Anerkennung der anderen. Auf der anderen Seite lebt er in der Angst, verschlungen zu werden, was die Notwendigkeit für Individualität begründet. Eng damit verbunden ist das Bedürfnis nach Intimität und Einsamkeit.
Diese Tendenzen existieren in den meisten Gesellschaften in einem ausgewogenen und stabilen Zustand:
- Die Tendenz eines jeden Menschen, sich hervorzuheben und sich gegenüber anderen sowie der Gesellschaft als Ganzes zu behaupten, trägt zur Bereicherung der Letzteren bei.
- Dissens und Kritik sind zu mächtigen Instrumenten des sozialen Wandels geworden.
- Der Konflikt ist ein wichtiges verbindendes Element.
Die meisten Organisationen haben diese Tendenzen in sozial verträgliche Bahnen gelenkt, sodass sie nur selten in offene Gewalt eskalieren. Es entfesselt sich eine Rivalität, die Wettbewerbsfähigkeit und den Wunsch zu siegen fördert, ohne die Gesellschaft zu destabilisieren.
Der Prozess der Sozialisation
Der Prozess der Aneignung und Assimilation dieser Fähigkeiten, Muster und Glaubenssätze wird als Sozialisation bezeichnet.