Soziale Klassen, Religion und Architektur im antiken Rom und Griechenland

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Soziale Klassen im antiken Rom

Die sozialen Klassen in Rom lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen. Nachfolgend die wichtigsten Kategorien mit ihren Merkmalen:

Patrizier

Patrizier waren die Nachkommen der Gründer Roms. Sie bildeten Familienverbände, die sich auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückführten. Die Patrizier stellten eine privilegierte Klasse dar, besaßen große Latifundien und waren in der Regel die einzigen Bürger mit umfassenden politischen Rechten.

Plebejer (Commoners)

Plebejer (oft auch als "Commoners" bezeichnet) waren Bürger, die nach der Gründung Roms eingewandert oder ansässig geworden waren. Sie hatten bürgerliche Rechte und betrieben häufig Handel, Handwerk oder kleine landwirtschaftliche Betriebe. Die Plebejer verfügten über das Bürgerrecht, waren jedoch politisch meist weniger privilegiert als die Patrizier.

Klienten (Kunden)

Klienten waren freie Personen, die eine rechtliche und abhängige Schutzbeziehung zu einem wohlhabenderen Patronat pflegten. Sie erhielten Schutz und Unterstützung von ihrem Patron und standen im Gegenzug in bestimmten Verpflichtungen gegenüber ihm.

Sklaven

Sklaven gehörten einem Herrn oder dem Staat und verfügten nicht über Rechte. Menschen gerieten in die Sklaverei zumeist durch Geburt, aufgrund einer Straftat oder infolge der Gefangennahme im Krieg.

Freigelassene (Liberti)

Freigelassene (lateinisch: Liberti) waren ehemalige Sklaven, die durch Kauf der Freiheit oder aus Verdiensten freigelassen worden waren. Sie hatten gegenüber Sklaven verbesserte Rechte, blieben aber oft in sozialen und rechtlichen Beziehungen zu ihren ehemaligen Herren verbunden.

Religiöse Feiertage in Griechenland

  • Dionysien: Im März zu Ehren des Dionysos.
  • Panathenäen: Alle vier Jahre, meist im Mai oder Juni, zu Ehren der Athene.

Religiöse Feste in Rom

  • Parentalia und Lemuria: Feste zu Ehren der Verstorbenen.
  • Saturnalien: Im Dezember, zu Ehren des Saturn; bei den Saturnalien tauschte man Geschenke, z. B. Kerzen und Terrakotta-Puppen.
  • Equirria (Esquirria): Zu Ehren des Mars, im Februar bis März; dort fanden Pferderennen auf dem Marsfeld (Campus Martius) statt.

Dorische und ionische Ordnung

Dorische Ordnung

Die dorische Ordnung wirkt robust und wenig verziert. Typische Merkmale sind:

  • Säulen ohne Basis, kanneliert (gerillt).
  • Das Kapitell besteht aus Echinus und Abakus.
  • Das Gebälk (Entablament) setzt sich aus einem einfachen Architrav und einem Fries mit Metopen und Triglyphen zusammen.

Ionische Ordnung

Die ionische Ordnung ist schlanker und zierlicher, reich verziert, insbesondere mit Voluten am Kapitell. Charakteristisch ist außerdem:

  • Ein Architrav, der in drei horizontale Faszien gegliedert ist.
  • Ein dekorativer Fries, oft mit figürlichen oder ornamentalen Darstellungen.

Die Basilika

Die Basilika war ein Gebäude für Verwaltung, Gericht und Handel. Häufig bestand sie aus drei gegliederten Schiffen und besaß gewölbte Bereiche. Die Bedeutung der Basilika liegt darin, dass sie als Modell für die frühen christlichen Kirchen diente.

Die Ilias

Die Ilias schildert verschiedene Ereignisse des Trojanischen Krieges. Zentral ist die Erzählung um Achill (griechisch: Achilles): Achill ist zornig auf Agamemnon, den Führer der Griechen. Die Trojaner geraten in Schwierigkeiten, als Patroklos, ein Freund Achills, in den Kampf zieht und von dem trojanischen Helden Hektor getötet wird. Achill zieht daraufhin erneut in die Schlacht, tötet Hektor, um seinen Freund zu rächen, und verweigert zunächst die Herausgabe der Leiche an die Trojaner. Der alte König Priamos bittet Achill um die Übergabe des Leichnams und bietet eine hohe Lösegeldgabe; Achill wird weichherzig, erlaubt die Beerdigung und übergibt schließlich Hektors Leichnam an die Trojaner.

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