Soziale Konstruktion der Wirklichkeit & Agenda-Setting
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Theorie der sozialen Konstruktion der Wirklichkeit
Autoren: Berger und Luckmann
Diese Theorie versucht zu erklären, wie Medien – insbesondere das Fernsehen – die Gestaltung der gesellschaftlichen Wirklichkeit beim Publikum beeinflussen (Zeitraum 1979–1980).
Die Rolle der Medien bei der Wahrnehmung
Medien berichten über die Arbeit von Journalisten und vermitteln so eine bestimmte Auffassung der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Nicht jeder kann jeden Ort der Welt bereisen, doch jeder hat eine Vorstellung von fernen Ländern. Diese Vorstellungen werden maßgeblich durch Medien geprägt. Daher ist es essenziell, dass Journalisten ihre Arbeit gewissenhaft, unabhängig und mit einem hohen Maß an Neutralität ausführen.
Selektion und Konstruktion von Realität
Medien bilden die soziale Realität nicht eins zu eins ab, sondern müssen eine Auswahl treffen. Täglich konkurrieren zahlreiche Fakten um Aufmerksamkeit. Durch die Auswahl bestimmter Aspekte und das Ausblenden anderer entsteht kein direktes Abbild der Realität, sondern eine konstruierte Wirklichkeit. Sobald wir diesen Medienberichten Glaubwürdigkeit beimessen, erkennen wir deren Legitimität an.
Agenda-Setting
Autoren: McCombs und Shaw (1972)
Die Macht der Themenvorgabe
Die Rolle des Agenda-Setting beschreibt die Fähigkeit der Medien, dem Publikum vorzugeben, welche Themen als wichtig erachtet werden. Dies geschieht durch:
- Die Platzierung von Nachrichten (z. B. als Aufmacher).
- Die Strukturierung und Reihenfolge der Berichterstattung.
Die Geschichte, mit der eine Nachrichtensendung eröffnet, wird vom Publikum als das wichtigste Ereignis wahrgenommen. Diese Dynamik wird durch internationale Nachrichtenagenturen verstärkt, die eine globale Agenda vorgeben. Medien manipulieren das Publikum zwar nicht direkt, üben jedoch einen massiven Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung aus.
Der Einfluss journalistischer Arbeit
Dies steht in direktem Zusammenhang mit der Arbeitsweise von Journalisten. Bei der Informationsbeschaffung sind Journalisten auf ihre Kontakte angewiesen. Eine gute Quelle ist dabei der Schlüssel zu wertvollen Informationen.