Soziale Struktur, Rollen, Status und Normen – Grundlagen der Soziologie

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Die soziale Struktur: Elemente und Definition

Die soziale Struktur: Relativ stabile Beziehungen oder Aktionen, die zwischen verschiedenen Parteien auftreten; dazu gehören: Territorium, Bevölkerung, Status, Rollen, Gruppen, soziale Schichten und Organisationen.

Soziale Rolle

Soziale Rolle: Eine Rolle ist die Menge von Verhaltensweisen und Einstellungen, die von einer Person entsprechend ihrem Status und ihrer sozialen Situation erwartet werden. Sie wird durch Sozialisation bestimmt. Eine Person kann mehrere soziale Rollen haben (z. B. Vater, Professor), die sich je nach Situation ändern. Aufgrund gesammelter Erfahrungen erfolgt oft ein Rollenwechsel.

  • Zugewiesene Rolle: Sie wird von außen zugewiesen.
  • Übernommene Rolle: Rollen werden freiwillig angenommen.

Sozialer Status

Sozialer Status: Der Status ist die Position, die eine Person in der Interaktion mit anderen sozialen Personen einnimmt. Jedes Mitglied einer Gruppe nimmt eine bestimmte Position ein und kann verschiedene Status haben, die jedoch miteinander kompatibel sein müssen.

  • Zugeschriebener Status: Eine von außen auferlegte Position mit Erwartungen an Kooperation und Kontrolle.
  • Übernommener/übertragener Status: Freiwillig übernommene Positionen und soziale Rollen.
  • Erworbener Status: Hängt von persönlichem Einsatz, Leistungen und Bemühungen ab.

Objektive und subjektive Faktoren

Objektive Faktoren sind die Machtmechanismen. Subjektive Faktoren betreffen, wie Menschen eine bestimmte Position bewerten.

Abweichung (Transgression)

Abweichung: Abweichungen werden als solche erkannt und entsprechend sanktioniert oder identifiziert. Positive Abweichung nähert sich idealen Verhaltensmustern an. Negative Abweichung besteht darin, anders zu handeln, als es als normal gilt.

Werte und Normen

Werte: Grundlegende Richtlinien, allgemeine Prinzipien, Überzeugungen und Einstellungen, die das menschliche Verhalten und das System sozialer Normen beeinflussen.

Normen / Standards: Durch Sozialisation lernt und verinnerlicht man Verhaltensmuster. Leitlinien sind Modelle; sie geben Regeln und Orientierung, denen Verhaltensweisen folgen.

Sitte (Kriterium 1)

Sitte: Die grundlegenden Regeln der Gesellschaft. Verstöße werden mit Sanktionen belegt. Sitten sind Verhaltensformen für gegebene Situationen; sie sind freiwillig.

Formalisierte und nicht formalisierte Regeln (Kriterium 2)

Formalisierte Regeln: Bewusst festgelegte Verhaltensnormen, die als Ergebnis rationaler Überlegungen entstanden sind.

Nicht formalisierte Regeln: Ungeschriebene Regeln, die oft unbewusst akzeptiert werden.

Moral und Recht

Moral: Eine Form menschlichen Verhaltens, die aus dem alltäglichen Leben entsteht und insofern gilt, als die Standards von der Gemeinschaft anerkannt werden.

Das Recht (Gesetz): Ein System von Regeln, das soziale Beziehungen regelt und dazu dient, Konflikte zu vermeiden und die gesellschaftliche Ordnung zu sichern.

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