Sozialer Realismus und experimenteller Roman: Merkmale

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Roman — 50 Jahre: Sozialer Realismus

Soziale und ästhetische Absichten sind die beiden Säulen, auf denen die Werke basieren; bekannt als sozialer Realismus.

Innerhalb des sozialen Romans wird in der Regel zwischen zwei Strömungen unterschieden:

Objektivismus

Seine Merkmale sind:

  1. Erzähler: Der Erzähler wird so weit wie möglich reduziert und soll verschwinden. So sollen Urteile oder Kommentare vermieden werden. Der Leser muss relevante Schlussfolgerungen aus dem Lesen des Romans ziehen.
  2. Dialog: Die Prävalenz des Dialogs. Großer sprachlicher Aufwand, um die sprachlichen Merkmale der verschiedenen sozialen Gruppen und Individuen zu erfassen.
  3. Figuren: Individuelle Charaktere repräsentieren eine soziale Klasse. Diese sind gekennzeichnet durch ihre Taten, Worte und äußeren Einstellungen; sie tauchen nicht in das Innenleben ein.
  4. Zeit und Raum: Kondensation von Zeit und Raum. Die Orte, in denen die Romane spielen, sind oft eindeutig oder ändern sich kaum. Im Allgemeinen entfaltet sich die Erzählung in der Gegenwart.
  5. Erzählform: Lineare Erzählung. Folge der Zeitleiste ohne Sprünge in die Vergangenheit oder Antizipationen der Zukunft. Es gibt einen Handlungsstrang, der sich allmählich entfaltet, aber viele kleine Geschichten oder bloße Anekdoten. Gemeinsam ist die gleichzeitige Erzählzeit.

Allgemeine Merkmale des neuartigen experimentellen Romans

  1. Handlung: Die Handlung ist verschwommen, die Aktion ist minimal; plausible Ereignisse werden mit anderen imaginären oder fantastischen vermischt.
  2. Hauptfigur: Die Hauptfigur wird zum Zentrum des Romans; sie ist oftmals amorph, ohne ausgeprägtes physisches Profil — unscharf und vage.
  3. Raum: Der Raum tendiert dazu zu schrumpfen und zu komprimieren und verschwindet manchmal ganz; er ist nicht mehr als ein loser Rahmen für die minimale Handlung.
  4. Zeit: Die Zeit erlebt tiefgreifende Veränderungen. Lineare Erzählung wird durch Zeitmischungen vermieden; Sprünge in die Vergangenheit und Antizipationen der Zukunft treten auf.
  5. Zeitliches Chaos: Zeitliches Chaos kann den Text in ein Labyrinth oder Puzzle verwandeln, an dem der Leser arbeiten muss, um ihn wieder zusammenzusetzen.
  6. Struktur: Die Struktur der Romane verliert oft die normale Entwicklung von Exposition, Mitte und Ende. Diese fehlen häufig, und wir finden Romane mit offener Struktur, in denen ein Ende bedeutungslos ist oder die mögliche Beendigung der Handlung der Phantasie des Lesers überlassen wird.
  7. Perspektive: Flexible Handhabung von Personen und narrativer Sicht: Es gibt keine einzige normative Sicht, sondern mehrere unterschiedliche und wechselnde Perspektiven der Wirklichkeit.
  8. Anti-Roman: Diese Romane stehen in Bezug zu dem, was als Anti-Roman bezeichnet wird, denn sie stellen das Wesen des Romans in Frage. Metalliteratur wird zu einem wesentlichen Thema der Werke.
  9. Sprache und Technik: Die Sprache ist durch vielfältige Verfahren komplexiert: gehobener Wortschatz, syntaktische Pausen, sehr lange und komplexe Sätze, aber auch kurze, fast telegrafische Wortgruppen, Umgangssprache und sogar Vulgaritäten. Die technischen Mittel sind vielfältig: Beschreibungen, Dialoge, Monologe etc. Manche Romane sind schwer zu lesen, weil die Interpunktion gestrichen wurde.

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