Soziologie: Definition, Geschichte und Haupttheoretiker

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Soziologie: Eine Einführung

Die Soziologie ist das Studium der Gesellschaft und ihrer Phänomene, des sozialen Handelns, der sozialen Beziehungen und der Gruppen, die sie bilden. Sie entstand im neunzehnten Jahrhundert. Auguste Comte prägte den Begriff 1838 in seinem „Kurs der positiven Philosophie“. Er gilt als Begründer des Positivismus und der Soziologie.

Disziplinen und Ziele der Soziologie

Die Soziologie untersucht die Familie, Arbeit, Schule und Religion. Sie dient dazu, soziale Tatsachen zu untersuchen. Auguste Comte nannte die Soziologie „soziale Physik“. Er betonte, dass Ordnung und Fortschritt zentrale Werte sind und Wissenschaftler die Staats- und Regierungschefs beraten sollten. Die positivistische Philosophie setzt auf die experimentelle Methode. Sie untersucht den Einzelnen und seine Geschichte. Ziel ist es, vorherzusagen und zu kontrollieren. Comte unterscheidet drei Stadien: das theologische, das metaphysische und das positive.

Die drei Stadien nach Comte

  • Theologisch: Suche nach Antworten auf Fragen durch göttliche Wesen.
  • Metaphysisch: Suche nach Antworten auf Fragen in der Natur.

Herbert Spencer und die Bio-Theorie

Herbert Spencer ist der Begründer der „Bio-Theorie“. Seine Studien basieren auf der Theorie von Darwin über lebende Organismen. Sein Hauptbeitrag ist die „organische Interpretation der Gesellschaft“, die auf der Biologie basiert, anders als bei Comte. Eine perfekte Organisation der Gesellschaft bedeutet ein Gleichgewicht zwischen Individuum und Umwelt. Der Staat ist ein notwendiges Übel.

Emile Durkheim und die soziale Stabilisierung

Emile Durkheim zielte darauf ab, die Gesellschaft durch die soziale Stabilisierung der Wissenschaft zu verstehen. Die Soziologie begründet die aktuelle „strukturell-funktionalistische“ Sichtweise, die das Soziale und nicht das Individuum in den Mittelpunkt stellt. Er betrachtet die Gesellschaft als ein mehr oder weniger integriertes Ganzes, das eine Struktur erfordert. Soziale Tatsachen sollten wie Dinge betrachtet werden.

Gesellschaftstypen nach Durkheim

  • Mechanische Gesellschaften: Primitive, homogene Gesellschaften mit geringer Arbeitsteilung.
  • Organische Gesellschaften: Moderne Industriegesellschaften.

Max Weber und die kapitalistische Struktur

Max Webers Studien basieren auf der kapitalistischen Struktur. Sein Forschungsinstrument ist das theoretische Schema „Idealtypus“. Er definiert den Staat als eine Einheit, in der Politik entwickelt wird. Zentral ist die Herrschaft und die Verteilung der Macht zwischen verschiedenen Gruppen. Er diskutierte die axiomatische Neutralität und schuf eine Theorie des sozialen Handelns.

Soziales Handeln nach Weber

  • Zweckrationales Handeln: Schritte zur Erreichung eines Ziels.
  • Affektuelles Handeln: Handeln durch Gefühle und Leidenschaften.
  • Wertrationales Handeln: Handeln im Einklang mit ethischen, religiösen oder künstlerischen Werten.

Karl Marx und die soziale Klassen

Karl Marx schrieb das „Kommunistische Manifest“ und diskutierte soziale Klassen: kapitalistisch, feudal und Sklaven.

Methodik in der Wissenschaft

Die Methodik bezieht sich auf die Forschung, die einer Reihe von Zielen in der Wissenschaft folgt. Der Begriff kann auch in den Künsten verwendet werden, wenn eine genauere Analyse oder Interpretation erforderlich ist. Alle Verfahren sind in einer wissenschaftlichen oder einem Lehrsatz geregelt. Die Methode ist das Verfahren, um Ziele zu erreichen, und die Methodik ist das Studium der Methode.

Familie, Ehe und Wissenschaft

Die Familie ist der Mittelpunkt, wo und wie die Gesellschaft oder das Land entsteht. Die Ehe ist eine soziale Institution, die eine eheliche Bindung zwischen ihren Mitgliedern schafft. Diese Bindung wird sozial anerkannt, entweder durch Gesetze oder durch Bräuche. Die Wissenschaft ist die Gewinnung und Überprüfung von Wissen durch methodische (oder zufällige) Entwicklung.

Historische Kontexte

Englischer Bürgerkrieg (1642-1689), Französische Revolution (1789). Die industrielle Revolution ist eine historische Periode zwischen der zweiten Hälfte des achtzehnten und frühen neunzehnten Jahrhunderts.

Ursprung der Soziologie

Die Soziologie entstand im 18. und 19. Jahrhundert. Der Begriff wurde 1819 von dem Konservativen Chateaubriand eingeführt.

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