Spanien 1913-1923: Militärische, politische und soziale Krise der Restauration

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Die militärische Krise und Sozialpolitik in Spanien (ab 1913)

Die Zunahme der sozialen Konflikte und die Verschlechterung des politischen Lebens in Spanien seit 1913 führten zu einer militärischen Krise und einer neuen Sozialpolitik.

Die militärische Krise: Die Verteidigungsräte

Die Armee übernahm die Macht, um die Monarchie zu stützen, stellte jedoch das System in Frage, das durch die Intervention in politische Unruhen und die interne Niederlage von 1898 geschwächt war. Die Ursachen waren vielfältig:

  • Staatliche Instabilität: Ein neues Gesetz legte fest, dass Kriegsdienst nur der Armee in Marokko zugutekam, während Einheiten auf dem Festland diskriminiert wurden.
  • Niedrige Löhne: Die Inflation, verursacht durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs, führte zu geringen Gehältern.

Der Staat führte die Verteidigung zusammen mit einer Art Vereinigung zur Verteidigung der wirtschaftlichen und beruflichen Interessen der Armee.

Die politische Krise: Die Versammlung der Parlamentarier

Dato führte die Pressezensur und die Aufhebung der verfassungsmäßigen Garantien der Gerichte ein. Francesc Cambó, Führer der regionalistischen Liga, initiierte die Parlamentarische Versammlung von Ant (1917), an der nur die linke Opposition und einige Liberale teilnahmen. Die Ursachen für diese Versammlung waren die Bekanntmachung der Gerichte und eine reformistische Tagesordnung.

Die soziale Krise: Der Generalstreik

Die angespannte soziale Situation und die wachsende Bedeutung der Gewerkschaften begünstigten die Schaffung eines Klageausschusses, bestehend aus CNT-UGT. Trotz der Unterschiede zwischen Sozialisten und Anarchisten, die die soziale Revolution anstrebten, führte die Ausweitung der Konflikte zu einem Generalstreik am 13. August 1917, um einen politischen Wandel zu fordern.

Nach der Krise: Das Scheitern des Systems (1917–1923)

Dato und die Krise von 1917

Dato, der 1917 auf Geheiß des Königs zur Regierung zurückgekehrt war, erlangte die Kontrolle über die Krise dieses Jahres. Er wurde von der Armee und der reformistischen Bourgeoisie der Parlamentarischen Versammlung unterstützt. Trotz dieser Unterstützung demonstrierte das System die Unfähigkeit, eine exemplarische soziale Basis zu schaffen und eine Öffnung für die demokratische Transformation zu planen.

Der Versuch der Regierungszusammenarbeit

Der erste Versuch war die geplante Regierungszusammenarbeit, die nach dem Rücktritt von Dato durch den Monarchen initiiert wurde. Exekutivorgane wurden von konservativen und liberalen Mitgliedern des Bundes gebildet. Zum ersten Mal brach jedoch die parteiübergreifende Allianz der liberal-konservativen Oligarchie, ein verzweifelter Versuch, den dominierenden Block zu erhalten.

Politische Instabilität und Versagen

Angesichts des Scheiterns der Regierungen folgten diese sich Schlag auf Schlag, aber das System blieb unfähig, effektive Mehrheiten im politischen Management zu gewinnen. Das politische Versagen dieser Zeit zeigte sich darin, dass es zwischen 1918 und 1923 13 Regierungen gab. Die Soldaten erhielten Änderungen ihrer Interessen, unterstützt von Alfons XIII., der die Armee als Mittel zur Erhaltung des Systems ansah. Darüber hinaus versäumten es die Regierungen, auf die Forderungen der Arbeitnehmer und Selbstständigen einzugehen.

Das Ende der Restauration

Der letzte Versuch, die verfassungsmäßige Ordnung zu retten, war die Schaffung einer neuen Regierung unter der Führung des Liberalen García Prieto, die eine Verfassungsreform plante, welche die wirtschaftlichen und politischen Reichtümer Marokkos berücksichtigte. Allerdings war die Armee überzeugt, dass das System der Restauration die Krise, die das Land erschütterte, nicht lösen konnte, und beendete es durch einen Militärputsch.

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