Spanien 1934-1936: Von der Volksfront zum Bürgerkrieg
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Die Linken Aufstände vom Oktober 1934
Als Reaktion auf die politische Lage kam es im Oktober 1934 zu Streiks und bewaffneten Aufständen der Linken in Asturien und Katalonien. In Katalonien rief Luis Companys die Republik im spanischen Katalonien aus, was jedoch schnell unterbunden wurde. In Asturien nahm der Aufstand einen sozialen und revolutionären Charakter an, mit dem Ziel, die bürgerliche Republik durch eine Arbeiterregierung zu ersetzen. Ein Pakt zwischen der CNT und der UGT (unter dem Kürzel UHP – Uníos Hermanos Proletarios) richtete sich gegen die Bourgeoisie. Der Kampf gegen die Armee wurde durch zivile Elemente und Truppen aus Afrika unter der Führung von Franco niedergeschlagen. Die CEDA bestrafte die Rebellen von Asturien sowie die führenden Köpfe der PSOE. Die Agrarreform wurde revidiert, und zweifelhafte Republikaner wurden auf hohe militärische Posten gesetzt.
Das Ende der CEDA-Regierung und die Volksfront
Das Ende der Zweijahresperiode der CEDA war geprägt von internen und externen Spannungen, der Revolution in Asturien sowie politischen Korruptionsskandalen und dem Schwarzmarkt in manipulierten Casinos. Gil Robles wurde nicht zum Präsidenten ernannt, da er als faschistisch galt. Da Gil Robles keinen Staatsstreich wagte und die parlamentarische Unterstützung verlor, wurden Neuwahlen angekündigt. Am 16.02.1936 triumphierte die Linke (Volksfront). In der Volksfront-Regierung wandelten sich radikale Cedistas in gemäßigtere Politiker. Calvo Sotelo kehrte nach Spanien zurück und übernahm den Nationalen Block (Monarchisten). Währenddessen radikalisierte sich die UGT unter Largo Caballero, während der Faschismus in Europa (Deutschland und Italien) wuchs.
Das Reformprogramm der Volksfront 1936
Die Bildung der Volksfront markierte einen Strategiewechsel des Kommunismus: Es galt nun, zwischen Faschismus und Demokratie zu wählen, um den Faschismus zu stoppen. Die Volksfront trat mit einem reformistischen, sozialdemokratischen Programm an:
- Amnestie für die Aufständischen von 1933 und 1934.
- Wiedereinstellung von aus politischen Gründen entlassenen Arbeitnehmern und Beamten.
- Reformen des Verfassungsgerichts und der Justiz.
- Wiederherstellung der republikanischen Verfassung.
- Fortführung der Bodenreform sowie Schutz kleiner Produzenten und Unternehmer.
- Kontrolle der Banken zugunsten des öffentlichen Interesses.
- Wiederherstellung der Sozialgesetze von 1931 bis 1933.
Soziale Konflikte und der Weg in den Bürgerkrieg
Die sozialen Konflikte verschärften sich: Erneut brannten Klöster und Kirchen. Die Falange begann mit Gewaltakten und Attentaten. Alcalá Zamora wurde als Präsident abgesetzt und durch Manuel Azaña ersetzt. Im Juni und Juli 1936 herrschte revolutionäre Agitation. Die Ermordung von José Calvo Sotelo (rechter Parlamentarier) forcierte die Verschwörung gegen die Volksfront. Die Republik versetzte verdächtige Militärs an Orte außerhalb von Madrid. General Mola nutzte die Gelegenheit, um das Kommando zu übernehmen. Am 17.07.1936 rebellierte die Garnison in Melilla (Marokko) und erklärte den Krieg. Franco übernahm das Kommando der Armee in Afrika. In Spanien kam es zum Aufstand, der jedoch teilweise scheiterte und schließlich in den Spanischen Bürgerkrieg mündete.