Spanien: Kultureller Wandel vom Bürgerkrieg zur Demokratie

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Sozialer und Kultureller Kontext: Spanien 1936–1980er

Der Spanische Bürgerkrieg und die kulturelle Zäsur (1936–1939)

Der Spanische Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Kulturgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Eine seiner unmittelbarsten Auswirkungen im kulturellen Bereich war die Vertreibung oder der Tod mehrerer der wichtigsten Schriftsteller und Intellektuellen der ersten Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts, insbesondere der Mitglieder der Generation von '27.

Dies ist der Fall von Federico García Lorca, der während des Krieges starb, oder von Exilanten wie Rafael Alberti und Luis Cernuda.

Isolation und Elend: Die Nachkriegszeit (1940er und 1950er)

Nach dem Bürgerkrieg begann eine Periode der Isolation, des Elends und der kulturellen Stagnation, die mindestens die gesamten 40er Jahre andauerte. Es waren die Jahre der Lebensmittelkarten und des Schwarzmarktes.

In den 50er Jahren zeigten sich erste, wenn auch sehr langsame, Anzeichen einer Erholung:

  • Es begannen einige Romane und ausländische Filme in Spanien anzukommen.
  • Literatur und der spanische Film waren jedoch weiterhin strenger Zensur unterworfen.

Die 1960er Jahre: Öffnung und Modernisierung

In den 60er Jahren produzierte sich eine gewisse Öffnung nach außen. Der Tourismus begann zu florieren, was wirtschaftlich rentabel war und die Lebensbedingungen der Spanier leicht verbesserte.

Um das Erscheinungsbild des Franco-Regimes zu modernisieren (auch im Hinblick auf Regionen wie Mallorca), wurde 1967 das Pressegesetz verabschiedet, das die Vorzensur formal beseitigte. Allerdings konnten Werke nach der Veröffentlichung verboten werden, wenn sie den Grundsätzen des Franco-Regimes widersprachen.

Vom Ende der Diktatur zur Demokratie

Das Franco-Regime wurde allmählich untergraben und erodierte.

Im Jahr 1973 starb Admiral Carrero Blanco, der als designierter Nachfolger Francos galt, bei einem ETA-Anschlag. Zwei Jahre später, 1975, starb der Diktator selbst. Daraufhin begann der historische Prozess der demokratischen Transition (Transición).

Wichtige Schritte der Transition:

  • Die aktuelle Verfassung wurde 1978 verabschiedet.
  • Die ersten demokratischen Wahlen fanden in den frühen 80er Jahren statt.

Die Konsolidierung der Demokratie und Europas

Die Ära der PSOE (Partido Socialista Obrero Español) festigte die Demokratie. Spanien wurde nach und nach in verschiedene europäische Gremien und Institutionen eingegliedert, denen es heute angehört.

Die zeitgenössische Kulturlandschaft

In der aktuellen spanischen Literatur gibt es lebende Schriftsteller sehr unterschiedlicher literarischer Gattungen, die zur Vielfalt und zum Wohlstand der zeitgenössischen Kultur beitragen, einschließlich der mallorquinischen Literatur.

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