Spaniens Nationale Drogenstrategie: Prävention & Maßnahmen

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Nationale Drogenstrategie: Entwicklung und Maßnahmen

Ergebnisse des Nationalen Drogenplans von 1985

Im Bereich der Prävention wurde eine Einigung über grundlegende Kriterien für gemeinsame Präventionsprogramme der öffentlichen Behörden erzielt. Die wichtigsten Fortschritte waren:

  • Bildung als Prävention: Die Gesundheitserziehung wurde als Querschnittsthema im Unterricht eingeführt.
  • Unterstützung und Wiedereingliederung: Der Schwerpunkt wurde auf Schadensminimierung, Opioid-Substitution und soziale Integration gelegt.
  • Gesetzgebung: Die Modernisierung der Rechtsvorschriften und die Schaffung spezialisierter Stellen waren ebenfalls wichtige Fortschritte im Regulierungsbereich.

Neuerungen der Nationalen Drogenstrategie 2000-2008

Die Strategie umfasste Maßnahmen in drei zentralen Bereichen:

  1. Verringerung der Nachfrage

    Die Ziele in diesem Bereich wurden wie folgt unterteilt:

    • Prävention: Bildung wurde als entscheidendes Element angesehen und Präventionsprogramme auf die Schülerschaft ausgeweitet. Zur Zielerreichung wurde die Zusammenarbeit mit Medien und Teams der medizinischen Grundversorgung bei Früherkennungsprogrammen intensiviert.
    • Schadensminimierung: Zu den Maßnahmen zählten der Nadelaustausch in Apotheken und spezielle Programme in Gefängnissen. Zusätzlich wurde eine Handlungslinie zur Reduzierung von Schäden durch Alkohol- und Tabakkonsum eingeleitet.
    • Unterstützung und soziale Integration: Ziel war die Normalisierung der Hilfe für Drogenabhängige. Das System wurde in drei Ebenen strukturiert, die von den Autonomen Gemeinschaften (CCAA) koordiniert werden:
      • Erste Ebene: Teams der medizinischen Grundversorgung, die Maßnahmen zur Risiko- und Schadensreduzierung durchführen.
      • Zweite Ebene: Ambulante, interdisziplinäre Teams, die individuelle Pläne erstellen.
      • Dritte Ebene: Entgiftungseinheiten in Krankenhäusern und stationäre Einrichtungen.
  2. Reduzierung des Angebots

    Der nationale und internationale Drogenhandel wurde durch eine verstärkte Koordination zwischen Polizei, Guardia Civil und Spezialeinheiten bekämpft.

  3. Internationale Zusammenarbeit

    Diese spielte eine sehr wichtige Rolle bei der Reduzierung des Angebots.

Die Bewertung dieser Maßnahmen basiert auf den Daten der Spanischen Beobachtungsstelle für Drogen, die als effektives Instrument für die Entscheidungsfindung sowie die Planung und Umsetzung von Maßnahmen dient.

Hilfe und soziale Integration für Drogenabhängige

Das zentrale Ziel ist die Konsolidierung des öffentlichen Versorgungsangebots. Die Maßnahmen der Regierung basieren auf drei Säulen:

  • Komplementarität zwischen Gesundheitseinrichtungen und sozialen Diensten.
  • Stärkung der allgemeinen Versorgungsnetze.
  • Förderung von Alternativen zur Inhaftierung.

Die öffentlichen Verwaltungen haben Programme und Maßnahmen auf zwei Ebenen entwickelt:

Betreuungsansätze für Drogenabhängige

Ziel ist es, die gesundheitlichen Folgen zu behandeln und Unterstützung für Personen zu bieten, die sich für einen Ausstieg oder eine Schadensbegrenzung entscheiden. Es gibt zwei Hauptarten von Programmen:

  • Drogenfreie Programme: Diese zielen darauf ab, dass die Person den Konsum vollständig einstellt. Sie verbinden drei Elemente: Entgiftung, Entwöhnung und soziale Integration. Der Entgiftungsprozess, der 10 bis 15 Tage dauert, muss vom Aufbau eines neuen Lebensstils begleitet werden, wofür es unterstützende Programme gibt.
  • Programme mit mittelfristigen Zielen (Schadensminimierung): Wenn eine vollständige Abstinenz zunächst nicht möglich ist, konzentrieren sich diese Programme auf die Schadensbegrenzung.
    • Ein Beispiel sind Methadonprogramme, bei denen dieses pharmazeutische Opiat unter professioneller Kontrolle verabreicht wird.
    • Harm-Reduction-Programme sind auf zwei Aspekte ausgerichtet: die Verbesserung der hygienischen Bedingungen beim Substanzkonsum und die Behandlung gesundheitlicher Probleme, die aus dem Konsum resultieren.

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