Spaniens Weg in NATO und EWG: Politische Turbulenzen und historische Entscheidungen

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Spaniens Weg in NATO und EWG: Politische Turbulenzen

Nach dem Zerfall der CDU trat Suárez zurück und Leopoldo Calvo-Sotelo wurde vorgeschlagen. Zu dieser Zeit erlebte die Abgeordnetenkammer einen Versuch eines Staatsstreichs, der vom König beherrscht wurde. Als Sotelo zum Präsidenten bestätigt wurde, nahm seine Regierung einige Autonomiestatuten an und leitete den Antrag für den Eintritt Spaniens in die NATO ein. Er versprach der PSOE, diesen Antrag bei einem Regierungswechsel einem Referendum vorzulegen.

Zersplitterung der UCD und Wahlsieg der Sozialisten

Die UCD war zersplittert und nicht in der Lage, die Wahlen zu regieren, weshalb Neuwahlen ausgerufen wurden, bei denen die Sozialisten die absolute Mehrheit gewannen. Die sozialistische Opposition setzte die Verhandlungen über die Integration Spaniens in die EWG fort. Es gab sogar eine gewisse Eile, da das Land akute wirtschaftliche Probleme hatte.

NATO-Beitritt und Referendum unter Gonzalez

Der Eintritt Spaniens in die EWG war fast an den NATO-Beitritt gekoppelt. Die PSOE glaubte, dass der NATO-Beitritt die internationale Isolierung des Landes beenden und ihm mehr Sicherheit bringen würde. Bevor es zu einem Referendum kam, wurde die Regierung von Felipe González umgebaut, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Außenpolitik, um Kritiker und jene auszuschalten, die politische Ambitionen hegten.

Die PSOE führte Kampagnen gegen die NATO-Integration, um die Ratifizierung zu verhindern. Sie bauten auf dem Erfolg des EWG-Beitritts auf und versuchten, diesen durch einen parlamentarischen Konsens zu untermauern, der die Öffentlichkeit überzeugen sollte, nachdem die Beziehungen zu den USA, Israel und Deutschland verbessert worden waren. Die Zustimmung war jedoch nicht einfach, da die Plattform AP und andere NATO-verbundene Sektoren dagegen waren.

Der Weg in die EWG

Historischer Kontext und Verhandlungen

Spanien versuchte bereits 1962 beizutreten, als es noch keine Demokratie war. Nach der Wiederherstellung der Demokratie begannen die Verhandlungen. Das Land trat dem Europarat bei, was die demokratische Zustimmung für den EWG-Beitritt signalisierte.

Herausforderungen und Abschluss

Das Hauptproblem war die Haltung Frankreichs, das den Beitritt blockierte, sowie die Käufe von Waffen und die britischen Forderungen bezüglich der EU-Mittel.

Erfolg und Abschluss der Verhandlungen

González erreichte die Freigabe für den EWG-Beitritt und die Kontrolle über die ETA, unter anderem durch ein wichtiges Interview. Anschließend wurden Termine für die Aufnahme festgelegt und Themen wie Landwirtschaft und Fischerei verhandelt. Die Verhandlungen endeten schließlich 1985, und Spanien trat ein Jahr später der EWG bei.

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