Die spanische Avantgarde und der Surrealismus: Eine literarische Revolution

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Die spanische Avantgarde (1910-1939)

Merkmale der Avantgarde

Die Avantgarde-Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts brachen mit traditionellen Standards und suchten nach neuen Ausdrucksformen. Sie waren geprägt von moralischer und politischer Rebellion und dem Wunsch, die Realität auf neue Weise darzustellen.

Der Surrealismus (1924-1939)

Der Begriff Avantgarde wurde 1924 mit dem Aufkommen des Surrealismus neu definiert. Angeführt von André Breton, umfasste die Bewegung prominente spanische Dichter wie Luis Cernuda, Rafael Alberti, Federico García Lorca und Vicente Aleixandre. Der Surrealismus zielte darauf ab, die surreale Realität auszudrücken, die im Unterbewusstsein, in Träumen und Gefühlen existiert, jenseits von Logik und kulturellen Normen. Inspiriert von den Theorien von Sigmund Freud und Karl Marx, stellte die Bewegung eine Rückbesinnung auf menschliche Werte dar und spiegelte die Welt des Unterbewusstseins wider. Neue Schreibtechniken wie das automatische Schreiben wurden entwickelt.

Die Avantgarde in Spanien

1910-1918: Einführungsphase

Ramón Gómez de la Serna spielte eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Avantgarde in Spanien. Er übersetzte das futuristische Manifest von Filippo Tommaso Marinetti und prägte den Begriff der "Gregerías".

1918-1925: Entstehung der Avantgarde

Zwei Hauptströmungen prägten die spanische Avantgarde in dieser Zeit:

  • Ultraismus: Gegründet von Guillermo de Torre, der 1923 die Zeitschrift Ultra herausgab. Der Ultraismus vermischte Elemente des Futurismus, Kubismus und Dadaismus.
  • Kreationismus: Gegründet im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts von Vicente Huidobro. Gerardo Diego war ein weiterer wichtiger Vertreter. Der Kreationismus, beeinflusst vom Kubismus, strebte nach einer reinen, von der Realität losgelösten Kunst. Der Dichter sollte die Schöpfungskraft Gottes nachahmen und neue Realitäten erschaffen. Die Techniken des Kreationismus umfassten den Verzicht auf Interpunktion, die Verwendung einzelner Buchstaben, Neologismen und surrealistische Metaphern.
Der Surrealismus in Spanien

Der Surrealismus, der in Frankreich von André Breton gegründet wurde, wurde in Spanien von Juan Manuel Hinojosa und José Larrea verbreitet. Die Bewegung konzentrierte sich auf Träume, das Unterbewusstsein, Instinkte, Liebe, Tod und Grausamkeit. Der spanische Surrealismus unterschied sich vom französischen durch seine Synthese von avantgardistischen und traditionellen Elementen, beeinflusst von Luis de Góngora und Francisco de Quevedo. Die traditionellen metrischen Formen wurden abgelehnt. Wichtige Vertreter waren Rafael Alberti (Über die Engel), Federico García Lorca (Poet in New York), Luis Cernuda (Ein Fluss der Liebe) und Vicente Aleixandre (Leidenschaft für die Erde, Zerstörung oder Liebe).

Der Surrealismus hatte einen bedeutenden Einfluss auf die spanische Kunst und trug zur Rehumanisierung der europäischen Kunst bei. Mit dem Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs 1936 endete die Blütezeit der Avantgarde.

Gustavo Adolfo Bécquer (1836-1870)

Bécquers Reime bestehen aus 79 kurzen Gedichten in assonanter Metrik. Sie erzählen eine Liebesgeschichte, die in vier Abschnitte unterteilt ist: 1. Einführung (Das Geheimnis der Poesie und das poetische Genie), 2. und 3. Liebesgeschichte, 4. Auflösung. Das zentrale Thema der Reime ist die Frustration der unerfüllten Liebe. Bécquers Stil ist spätromantisch, geprägt von Direktheit, Kürze, Wiederholungen und emotionaler Intensität. Er verwendete Symbole, die die Bedeutung seiner Gedichte verstärkten. Bécquer wurde von Dichtern wie Rubén Darío, Antonio Machado, Juan Ramón Jiménez und Rainer Maria Rilke beeinflusst.

Umschreibung

Die Umschreibung ermöglicht es, modale Nuancen auszudrücken, die durch die Konjugation des Verbs allein nicht übermittelt werden können. Sie besteht aus einem Hilfsverb, gefolgt von einem Infinitiv oder einem Partizip.

Typen der Umschreibung:

  • Aspektbezogen: Beschreibt den Verlauf der Handlung. Beispiele: Ich bin dabei, auszugehen (Inchoativ), Ich schreibe gerade an dem Buch (Durativ), Ich habe das Buch gelesen (Retrospektiv), Ich werde das Buch lesen (Prospektiv), Ich lese das Buch weiter (Kontinuativ), Ich habe aufgehört zu schreiben (Abgeschlossen), Ich habe zwei Probleme gelöst (Resultativ), Ich lese den Brief immer wieder (Iterativ), Ich stehe um 7 Uhr auf (Habitual).

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