Spanische Barocklyrik und Lope de Vegas Theaterreform

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Spanische Barocklyrik und die neue Kunst der Komödie

Themen der Lyrik im 16. und 17. Jahrhundert

Die in den Gedichten behandelten Themen sind sehr vielfältig, ebenso wie der verwendete Tonfall, der von ernsthaft bis hin zu parodistisch oder spöttisch reicht.

  • Metaphysische, moralische und religiöse Poesie: In dieser Zeit verfassten viele Autoren Gedichte, die ihre Sorgen und Erkenntnisse über die Enttäuschung vom Leben widerspiegeln.
  • Liebeslyrik: Sie war sehr reichlich vorhanden; es überlebten die Themen der höfischen Liebe und des Petrarkismus, die jedoch eine höhere emotionale Spannung erreichten. Der Liebesbegriff scheint eng mit der Mentalität der Zeit verknüpft zu sein.
  • Satirische und burleske Dichtung: Es wurde vorgeschlagen, satirische Gedichte über ihre moralischen Wurzeln zu definieren, während die Burleske eine eher parodistische Haltung einnimmt.

Formale Merkmale der Barockdichtung

Die Barockdichtung führt die Formen fort, die in der Renaissance herrschten, und verbindet kultivierte Elemente mit volkstümlichen Einflüssen.

Metrik und Stilmittel

  • Metrische Vielfalt: Verwendung italienischer Verse (Endekasyllaben und deren Kombinationen) sowie kastilischer Verse (Achtsilber in Redondillas, Quintillas und Letrillas) und Romanzen, für die eine besondere Vorliebe bestand.
  • Expressive Ressourcen: Die barocke Poesie ist voller Stilmittel wie Metaphern, Paradoxien, Konzeptismus (Conceptismo) und Hyperbeln, welche die Gedichte dieser Zeit füllen.

Lope de Vega: Die neue Kunst, Komödien zu schreiben

Lope de Vega war der Schöpfer einer dramatischen Formel, die er und seine Anhänger in den Corrales de Comedias etablierten. Dieser neue Ansatz weist folgende Merkmale auf:

  • Drei Akte: Die Handlung ist in Exposition, Steigerung (Knoten) und Auflösung unterteilt.
  • Dialogführung: Es gibt nur wenige Regieanweisungen; die Informationen erreichen das Publikum primär durch die Worte der Schauspieler.
  • Versform: Die Werke sind in Versen geschrieben (wobei der Achtsilber bevorzugt wird) und nutzen eine Sprache, die den Regeln des Anstandes folgt.
  • Tragikomödie: Es erfolgt eine Mischung aus Tragik und Komik, wobei die Figur des Gracioso (der Lustige) eine zentrale Rolle spielt.
  • Abschluss: Am Ende steht in der Regel ein Happy End.

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