Spanische Bildungsreformen 1970–2006: LGE, LODE, LOGSE, LOPEG, LOCE, LOE
Eingeordnet in Lehre und Ausbildung
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 4,34 KB
Entwicklung der spanischen Bildungsgesetze
Punkt 3. LGE 1970: Die LGE 1970 regelte die Organisation des Bildungswesens im autoritären Staat und führte zu zentralisierten Lehrplänen; viele Aspekte wurden später im Übergang zur Demokratie durch Reformprogramme überarbeitet.
LODE (3. Juli 1985): Sie stärkte das Recht auf Bildung in einer Schule für alle, förderte das gemischte Schulsystem (öffentliche und private Schulen), legte die Bedingungen für die öffentliche Hand fest, regelte Zuständigkeiten von Einzelpersonen und Gremien und förderte die Einbindung der Zivilgesellschaft in das Bildungssystem.
LOGSE (3. Oktober 1990): Regelung der Systemstruktur und der Verwaltung des Unterrichts; Erweiterung des kostenfreien und obligatorischen Unterrichts bis 16 Jahre; Einführung neuer Stufen wie Kindergarten, Primarstufe und ESO; Reformen in der beruflichen Bildung (FP); Schaffung übergeordneter Lehrpläne für Fachbereiche in Etappen; stärkere Gewichtung von Lehrerqualifikationen und -ausbildung sowie Förderung von Innovation, Beratung, Inspektion und Managementfunktionen.
LOPEG (20. November 1995): Ziel war es, die Beteiligung zu erleichtern und den Betrieb von Behörden und Einrichtungen zu unterstützen; Regelungen zu Bewertungsverfahren und zur Organisation der Schulinspektion wurden gefördert. Zudem wurden außerschulische Aktivitäten und die Autonomie des Schulmanagements betont.
LOCE (2002): Verbesserung des durchschnittlichen Kenntnisstands der Schüler, Förderung einer Leistungskultur, Gewährleistung von Chancengleichheit sowie Prävention und Bekämpfung von Schulversagen; außerdem Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte.
LOE (3. Mai 2006): Festlegung von Grundsätzen, die die Organisation der LOE regeln; Differenzierung der grundlegenden nachobligatorischen Bildung (Sekundarstufe II), Regelungen zu Hochschul- und speziellen Lehrgängen; Definition dessen, was lebenslanges Lernen bedeutet; Regelungen zur Organisation der Grundschule; Aspekte der Diagnostik sowie Klassifikation und Benennung von Bildungseinrichtungen.
Strategische Planung im Bildungsbereich
Punkt 5: Strategische Planung: Strategische Planung umfasst Leitlinien, allgemeine Grundsätze sowie Verpflichtungen und Werte, die eine Institution übernehmen sollte. Die Ziele sind oft allgemein gehalten; es geht um nachhaltige Veränderungen und in der Regel um langfristige Planung. Die Planung basiert normalerweise auf einer Analyse des Kontextes (intern und extern) sowie auf Zukunftsszenarien. Üblicherweise werden Investitionen in Personal- und Sachmittel sowie in die Entwicklung der Einrichtung vorgesehen.
Taktik
Taktik: Umsetzung der strategischen Planung durch Leitlinien zur Spezifikation der Entwürfe. Organisation und Reihung der Maßnahmen von der Makro- zur Meso-Ebene; Betonung der Planung auf der Zwischen- bzw. inhaltlichen Ebene. Zuweisung finanzieller und personeller Ressourcen auf Grundlage der strategischen Planung.
Aufgabenstellung
Aufgabenstellung: Erarbeitung klarer und konkreter Leitlinien für Makro-, Meso- und Mikroebene durch die Formulierung konkreter Ziele. Auswahl und Organisation der zu entwickelnden Inhalte. Festlegung der Materialien und der eingesetzten Ressourcen. Zeitplanung. Vorgaben für die Bewertung und Evaluation.
PEC
PEC: Allgemeiner Bezugsrahmen, der die ausdrückliche Formulierung von Grundsätzen und allgemeinen Zielsetzungen in Bezug auf den Lehrplan sowie auf verschiedene Bereiche des Managements und der Organisationsstruktur umfasst. Er legt gemeinsame Kriterien als legitime Grundlage für das Handeln fest. Der PEC vermeidet Improvisation und Routine, ermöglicht eine bessere Nutzung der Ressourcen der Schule, dient der Lehrerausbildung und fördert sowohl Kontinuität als auch die Weitergabe von Kenntnissen innerhalb des Lehrkörpers. Er erleichtert die Zusammenarbeit der Lehrkräfte und ermöglicht ein verstärktes Eingehen auf wahrgenommene Bedürfnisse.
Formative Phase / Informationsphase. Wahl der Art des Vorhabens. Bildung einer Kommission. Deduktive Vorbereitung. Induktive Vorbereitung. Gemeinsame Entwicklung.