Spanische Dichtung und Theater seit 1936: Entwicklung und Schlüsselwerke

Eingeordnet in Sprache und Philologie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,32 KB

Dichtung seit 1936

Die Poesie in den Vierziger Jahren

In den Vierziger Jahren spiegelte die spanische Poesie existenzielle und religiöse Besorgnis wider. Zwei Schlüsselwerke markieren den Beginn dieser Ära: Hijos de la ira von Dámaso Alonso und Sombra del Paraíso von Vicente Aleixandre.

Diese Bücher vermitteln eine pessimistische, ängstliche Weltsicht, in der das Chaos als sinnlos betrachtet wird. Ein wichtiges Werk dieser Zeit ist auch El corro de la Capucha (Das Haus brennt).

Die Soziale Poesie

In den frühen Fünfziger Jahren dominierte in Spanien die soziale Poesie. Die Hauptmerkmale wurden von Autoren wie Gabriel Celaya, Blas de Otero und José Hierro geprägt:

  • Reaktion auf die Vorstellung von Literatur als Instrument des politischen und sozialen Wandels: eine engagierte Poesie.
  • Anprangerung sozialer Ungerechtigkeit und Unfreiheit.
  • Der Wille, ein nützliches Gedicht zu schreiben, das alle erreicht.

Dichter der zweiten Hälfte des Jahrhunderts

In den späten Fünfziger Jahren begann eine neue Strömung von Dichtern, die sich von den Prinzipien der sozialen Poesie entfernten.

  • Die explizite ideologische Verpflichtung verschwand zugunsten einer erneuten Betonung der autobiografischen Komponente, um die individuelle Erfahrung in den historischen Kontext zu integrieren.
  • Themen:
    • Die Liebe und Erotik.
    • Der Lauf der Zeit und die Beschwörung der Kindheit oder Adoleszenz.
    • Die soziale Realität Spaniens, die oft als Hintergrund für die persönlichen Erfahrungen dient.
  • Sprache, Konversation und Intimität, im Gegensatz zur deklamatorischen Haltung der sozialen Dichter.

DAS THEATER SEIT 1936

Mihura und die Komödie des Absurden

Das grundlegende Werk der Komödie des Absurden ist Tres sombreros de copa (Drei Zylinder) von Miguel Mihura. In diesem Stück arbeitet ein Mann im Zirkus und gerät am Abend vor seiner Hochzeit in Zweifel, ob er heiraten oder weiter im Zirkus arbeiten soll. Einige der humoristischen Elemente in diesem Werk sind die Sinnlosigkeit, das Durcheinander und das Spiel mit der Sprache sowie die Untergrabung von Klischees.

Verwandte Einträge: