Die Spanische Fischerei: Herausforderungen, GFP und Flottenstruktur
Eingeordnet in Geographie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,17 KB
Struktur und Herausforderungen der spanischen Fischerei
Die Vermarktung von Fisch aus nahegelegenen Gewässern erfolgt traditionell über Auktionen in den Häfen entlang der spanischen Küste. Wichtige Tiefseehäfen für die Fischerei sind unter anderem Las Palmas de Gran Canaria und Vigo. In großen Häfen entstehen häufig zusätzliche, damit verbundene Aktivitäten (z. B. Konservenherstellung).
Herausforderungen der Fischereiindustrie
Die Fischereiindustrie steht vor erheblichen Schwierigkeiten, die ihre Erholung behindern:
- Ein Großteil der Flotte besteht aus Familienunternehmen mit begrenzten Ressourcen und veralteten Schiffen.
- Überalterung der in der Fischerei tätigen Bevölkerung.
- Dezimierung der Fischbestände durch Überfischung und Wasserverschmutzung.
- Beschränkungen in den Gewässern einiger Länder, was zu internationalen Konflikten führt.
Maßnahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP)
Aufgrund dieser Probleme wurden Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) von 1983 ergriffen. Diese Maßnahmen umfassen:
- Verbot bestimmter Fangtechniken.
- Flottenerneuerung.
- Gründung von Joint Ventures in den Ländern, in deren Gewässern gefischt wird.
- Entwicklung der Aquakultur, um den Rückgang der Fänge auszugleichen.
- Subventionen zur Diversifizierung der Tätigkeiten in den von der Fischerei dominierten Regionen.
Die spanische Fischerei: Bedeutung und Struktur
Spanien nimmt weltweit eine prominente Stellung in der Fangleistung ein und ist der größte Fischereiproduzent innerhalb der Europäischen Union (EU). Spanien blickt auf eine lange Tradition der Küstenfischerei zurück, in der der Fischkonsum historisch hoch war.
Fangstatistiken und Verwertung
Ein Großteil der spanischen Flotte fischt in Gebieten, die aufgrund des hohen Fischvorkommens als geeignet gelten. Die Landungen zeigen folgende Verteilung:
- 90% der Fänge entfallen auf Fisch, was 80% des gesamten Fangwerts ausmacht. Hierbei wird die Bedeutung von gefrorenem Fisch hervorgehoben.
- 10% der Fänge bestehen aus Krebs- und Weichtieren, deren Marktwert jedoch auf 20% des Gesamtwerts der Anlandungen gestiegen ist.
Trotz dieser Zahlen befindet sich die Fischerei seit einiger Zeit im Niedergang. Die Zahl der Seeleute und die Fangmengen sind gesunken, was die Förderung der Aquakultur als Ergänzung zur traditionellen Fischerei notwendig macht.
Organisation der Fischerei und Flottenstruktur
Die Fischerei ist in zwei Hauptbereiche organisiert: die Fischgründe und die Häfen.
Die Fischereiflotte besteht größtenteils aus kleinen Booten, die in der Küstenfischerei und in flachen, küstennahen Gewässern tätig sind. Es gibt jedoch auch große Schiffe, die in den Gewässern des Nordatlantiks oder in den ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) anderer Länder fischen. Die Häfen dienen der Fischereianlandung und der Weiterverarbeitung.