Das Spanische Goldene Zeitalter: Kultur, Theologie und Wirtschaftskrise
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Das Spanische Goldene Zeitalter (16. und 17. Jahrhundert)
Im 16. und 17. Jahrhundert erreichte die Kultur den Gipfel ihres Ruhmes. Bekannt als das Goldene Zeitalter (Siglo de Oro), war diese Epoche stark mit der Verteidigung des Katholizismus verbunden, was ihren tiefen religiösen und theologischen Gehalt erklärt.
Ideologie und Theologie des Goldenen Zeitalters
Spanische Theologen wie Francisco Suárez und Melchior Cano waren die wichtigsten Architekten der Gegenreformation (Contrarrreforma). Bedeutende sozialpolitische Denker und Essayisten waren Baltasar Gracián und Juan de Mariana. Im Bereich des Rechts ist die Arbeit des Jesuiten Fray Francisco de Vitoria hervorzuheben. Die spanische Wissenschaft war jedoch nicht Teil der großen wissenschaftlichen Revolution.
Die Arbitristas: Analysen des wirtschaftlichen Niedergangs
Angesichts des drohenden Niedergangs trat eine Gruppe von Personen, die sogenannten Arbitristas, auf. Sie erstellten Berichte oder schlugen Maßnahmen vor, um die politischen und wirtschaftlichen Finanzen des Landes zu sanieren und die Einnahmen zu verbessern. Einige von ihnen strebten lediglich einen Preis oder die Gunst des Königs an. Satirische Figuren wie Cervantes und Quevedo kommentierten diese Zustände.
Andere Arbitristas wurden hoch geschätzt, darunter Sancho Moncada, Fernández Navarrete und Martínez de la Mata, die eine sehr klare Analyse der spanischen Situation lieferten und vernünftige, intelligente Lösungen vorschlugen. Die meisten waren sich in folgenden Punkten einig:
- Der traurige Zustand der Entvölkerung.
- Die wirtschaftliche Belastung Kastiliens, insbesondere die hohe Steuerlast für die Bauern.
- Die Bereicherung von Ausländern durch den Abfluss von Gold und Silber.
- Die Verarmung der Spanier aufgrund der Verachtung für körperliche Arbeit.
- Die schädliche Zunahme der Geistlichkeit, welche die demografischen Probleme und den Mangel an Arbeitskräften verschärfte, da die Prominenz des Klerus keine religiöse Berufung generierte.
Hauptmerkmale der Barockkultur
Die Hauptfunktionen der Barockkultur waren:
- Propaganda für die Monarchie und die Unfehlbarkeit der Kirche sowie die Betonung der moralischen Überlegenheit des Adels.
- Erhaltung der sozialen Ordnung durch konservative Werte der Kirche und der Monarchie.
- Ausrichtung auf die Massen, um den Willen des Volkes zu erfassen.
- Um die Bedenken der Menschen zu treffen, musste die Botschaft einfach sein und bewegen.