Spanische Habsburger: Philipp III., IV. und die Ära der Validos

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Die Spanischen Habsburger im 17. Jahrhundert: Die Ära der Validos

Philipp III. (1598–1621) bestieg im Jahr 1598 den Thron von Spanien. Obwohl sein Regierungssystem formal dem seiner frühen österreichischen Vorgänger entsprach, wurde die tatsächliche Macht bald an einen Valido (Günstling oder Favorit) delegiert, da der Monarch als unzureichend für die Staatsgeschäfte galt. So legte der Monarch von Beginn seiner Herrschaft an die Staatsgeschäfte in die Hände seines Favoriten.

Innenpolitik unter Philipp III.: Die Morisken-Vertreibung

Die Regierung sah sich mit dem schwierigen Problem der Mauren (Morisken) konfrontiert, deren Integration in die spanische Gesellschaft nach den Aufständen der Alpujarras stark beeinträchtigt war. Im Jahr 1609 beschloss Philipp III. die Ausweisung der Morisken aus Gründen der Religion und der inneren Sicherheit.

Außenpolitik und der Dreißigjährige Krieg

Die Friedensperiode unter Philipp III. endete im Jahr 1618 mit dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges, in dem Spanien Kaiser Ferdinand II. von Österreich unterstützte. Ebenfalls im Jahr 1618 und aufgrund der sich verschlechternden politischen und wirtschaftlichen Situation war Philipp III. gezwungen, den Herzog von Lerma durch dessen Sohn, den Herzog von Uceda, zu ersetzen.

Die Regierungszeit Philipps III. markierte zwar formal die Aufrechterhaltung der spanischen Hegemonie in der Welt, doch seine wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die Übertragung der Regierungsgewalt an einen privaten Günstling (Valido) prophezeiten den Niedergang des Imperiums.

Philipp IV. (1621–1665) und der Graf-Herzog von Olivares

Im Jahr 1621 starb Philipp III. Philipp IV. (1621–1665) erklärte sich im Alter von nur 16 Jahren bereit, die Krone des Spanischen Reiches zu übernehmen. Er überließ die Regierung dem Graf-Herzog von Olivares, der über zwanzig Jahre lang als sein neuer Favorit (Valido) fungierte.

Das Regierungsprogramm von Olivares

Olivares legte sein Regierungsprogramm in der sogenannten Gran Memorial (Große Denkschrift) dar, die er dem König im Jahr 1624 vorlegte. Er versuchte, den Ruf der spanischen Monarchie gegenüber ihren Feinden (Holland und Frankreich) zu wahren und strebte eine Einheitlichkeit in allen Königreichen an, indem er das traditionelle Regierungssystem durch ein zentralisiertes Gremium ersetzte.

Politische Reformen zur Stärkung der Monarchie

Olivares' Politik basierte auf politischen Reformen zur Stärkung der königlichen Autorität und zur Förderung der Zusammenarbeit der Reiche. Zu den ergriffenen Maßnahmen gehörten:

  • Eine umfassende Verwaltungsreform, die die Zahl der Beamten reduzierte.
  • Maßnahmen zum Schutz des Handwerks.
  • Maßnahmen gegen fiskalische Belastungen.
  • Förderung der Bevölkerungszunahme.

Die Unión de Armas (Union der Waffen) von 1626

Die wichtigste Maßnahme war die Unión de Armas (Union der Waffen) im Jahr 1626. Olivares glaubte, dass die Union der Waffen jedes Reich dazu verpflichten würde, eine Reihe von Kontingenten zu stellen, um insgesamt 140.000 ausgebildete Soldaten bereitzustellen, die von allen Gebieten der Krone finanziert werden sollten.

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