Spanische Literatur: Galdós und Machado im Vergleich

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Benito Pérez Galdós: Realismus, Naturalismus und Spiritualismus

Literarischer Werdegang

Galdós' inspirierte Werke spiegeln edle Ideale wider. Sie zeigen nicht Pessimismus oder abstoßende Themen der schmutzigen Gesellschaft. Sein Stil ist gekennzeichnet durch:

  • Langsame Wirkung
  • Allwissender und subjektiver Erzähler
  • Verwendung von Ironie und Humor
  • Indirekte psychologische Charakterisierung
  • Unterschiedliche Sprachebenen und Register

Literarische Epochen

Galdós' literarisches Schaffen lässt sich in drei Epochen unterteilen:

  1. Erste Epoche (Realismus)

    • Historischer Roman: In seinen Episodios Nacionales thematisiert er die Vergangenheit, um die Gesellschaft auf den Weg des Friedens und des Fortschritts zu führen.
    • Thesenroman: In Werken wie Marianela verteidigt er Fortschritt und Wissenschaft und diskutiert die Übel und Mängel der spanischen Gesellschaft. Er konzentriert sich auf das tägliche Leben des Bürgertums.
  2. Zweite Epoche (Naturalismus)

    • Zeitgenössischer Roman: In Fortunata y Jacinta zeigt er die Eifersucht der Mittelschicht auf Menschen, die von unten aufsteigen.
  3. Dritte Epoche (Spiritualismus)

    • Überwindung des Naturalismus: In Nazarín zeigt er, dass der Mensch von seinen Idealen bestimmt wird.

Antonio Machado: Von der Introspektion zum Engagement

Literarischer Werdegang

Machado wurde 1875 in Sevilla geboren. Sein Werk lässt sich in zwei Epochen gliedern:

  1. Erste Epoche: Einsamkeit

    Er flüchtet sich in sein Inneres und sucht nach Antworten auf den Lauf der Zeit, die Existenz Gottes und den Tod. Diese Antworten findet er nicht in der irrationalen, traumhaften Umgebung. Dunkler Pessimismus aufgrund existenzieller Symbole prägt die Sprache.

  2. Zweite Epoche: Bürgerliches Engagement

    Er öffnet sich der Welt, identifiziert sich mit der kastilischen Landschaft und reflektiert über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Spaniens. Er nimmt eine kritische Haltung ein und berichtet über die Ursachen des Niedergangs Spaniens. Die Sprache ist schlicht, die Poesie dient der Kommunikation. Voller sozialer und politischer Optimismus.

Merkmale von Machados Werk

  • Handlung: Schwache Handlung, die mit zahlreichen Anekdoten und Reflexionen des Autors verknüpft ist.
  • Struktur: Kein vorheriger Plan, es handelt sich um ein Fragment des Lebens, oft mit offenem Ende.
  • Erzählertyp: Kombination aus erster und dritter Person sowie innerem Monolog.
  • Charaktere: Oberflächliches psychologisches Porträt, subjektive physische Beschreibungen der wichtigsten Merkmale.
  • Sprache: Literarische Behandlung der Sprache (Adjektive, Kultismen), existenzielle und ideologische Aspekte, pessimistischer Ansatz gegenüber Leben und Gesellschaft.

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