Spanische Literatur: Generation von 27 und Novecentismo
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Die Generation von 27
Alle diese Dichter arbeiteten für dieselben literarischen Zeitschriften, wie zum Beispiel die Revista de Occidente (Magazin des Westens). Sie nutzten eine sehr aufwendige Sprache und strebten nach einer „reinen“, geistigen Poesie, die weit entfernt von Sentimentalität war. Im Fokus standen das Schöne, das poetische Spiel sowie die Pflege der Metapher und anderer literarischer Mittel. Sie verwendeten eine Vielzahl irrationaler und visionärer Bilder.
- Luis Cernuda: Ekloge, Elegie und Ode, Die verbotenen Genüsse, Bewohnt von Vergessen, Verödung der Phantasie, Realität und Wunsch, Profil aus der Luft (erstes Buch).
- Pedro Salinas: Seguro Azar, Die Stimme, die dir gebührt, Alles klarer, Der Verteidiger (Essay).
- Jorge Guillén: Unser aller Luft (als Ganzes), bestehend aus: Lobgesang, Clamor und Huldigung.
- Vicente Aleixandre: Surrealistische Phase: Die Zerstörung oder die Liebe, Schatten des Paradieses. Zweite Phase: Geschichte des Herzens. Letzte Werke: Gedichte der Vollendung und Dialoge der Erkenntnis.
- Gerardo Diego: Avantgardistische Lyrik: Bild, Manual de Espumas. Traditionelle Lyrik: Balladen der Braut, Menschliche Verse, Die Lerche des Schicksals (Alondra de verdad).
- Dámaso Alonso: Reine Poesie, Poemillas der Stadt, Kinder des Zorns, Mensch und Gott.
- Rafael Alberti: Matrose an Land, Über Kalk und Stein, Über die Engel, Der Dichter auf der Straße, Zwischen Nelke und Schwert, Rückkehr des Fernen. Herausragende dramatische Produktion: Der unbewohnte Mensch (1931), Kriegsnacht im Prado-Museum (1956), Die Vogelscheuche (1944).
- Miguel Hernández: Der Blitz, der niemals aufhört, Wind des Volkes, Der wartende Mann, Lied- und Romanzenheft der Abwesenheiten, Zwiebelwiegenlied (Nanas de la cebolla), Experte für Monde (eine Hommage an Góngora in Strophen).
Der Novecentismo (Generation von 14)
Diese Autoren besaßen einen großen intellektuellen Einfluss. Ihre Bildung spiegelte sich in der Tiefe und Strenge ihres Denkens sowie in ihrem literarischen Schaffen wider. Sie vernachlässigten das „Problem Spaniens“ nicht, behandelten es jedoch ruhiger und weniger dramatisch als die Autoren der Generation von 98. Im Gegensatz zum „Lokalpatriotismus“ der Noventayochistas neigten sie zu einem größeren Universalismus. Sie bevorzugten eine aufwendige, durchdachte Arbeit und legten Wert auf ästhetische und formale Ordentlichkeit ihrer Texte. Kunst wurde teils als reines Spiel betrachtet, losgelöst vom alltäglichen Leben. Bei einigen zeigt sich der Wunsch, für eine gebildete Minderheit zu schreiben. Neben dem Essay war der Roman das am häufigsten gepflegte Genre.
- Ramón Pérez de Ayala: Erste Periode: Romane mit autobiografischen Zügen (Finsternis in den Höhen, A.M.D.G., Der Fuß des Fuchses und Troteras y Danzaderas). Sein Ton ist pessimistisch und zeigt eine kritische, bittere Vision. Zweite Periode: Belarmino und Apolonio (Liebe und Sexualität), Flitterwochen, Flitterwochen mit Galle (Liebe, Frauen und Ehre), Tiger Juan, Der Heiler seiner Ehre.
- José Ortega y Gasset: Gründer der Revista de Occidente im Jahr 1923. Wichtige Werke: Der Aufstand der Massen, Der Betrachter, Die Entmenschlichung der Kunst und Gedanken über den Roman.
- Eugenio d'Ors: Katalanischer Schriftsteller. Werke: Glosari, Drei Bilder im Museum, Die Ozeanographie der Langeweile.