Spanische Literatur der Moderne: Unamuno, Baroja, Machado und Valle-Inclán

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Spanische Literatur der Moderne: Wichtige Autoren und Werke

Miguel de Unamuno: Existenzielle Tiefe

Unamuno schrieb Niebla (eine „Nivola“, die den inneren Monolog des Protagonisten darstellt und die Beziehung zwischen dem Autor, den Menschen und Gott thematisiert) und San Manuel Bueno, Mártir (über einen Priester, der nach dem Verlust des Glaubens eine existenzielle Krise durchlebt, aber sein Priesteramt weiter ausübt).

Pío Baroja: Pessimismus und Gesellschaftskritik

Pío Baroja beschreibt pessimistische, einsame Menschen, die der Gesellschaft kritisch gegenüberstehen, antiklerikal sind und glauben, dass man das Schreiben nicht lernen kann, sondern geboren wird. Er hat einen unterhaltsamen Stil mit kurzen Sätzen und Absätzen, flüssigen Dialogen und vermeidet unnötige Rhetorik. Sein Hauptwerk (in einer Trilogie) ist Der Kampf um das baskische Land, das den kritischen Blick des Pessimisten auf Abenteuer und das Leben zeigt.

Antonio Machado: Gefühl und Landschaft

Antonio Machado lebte in Paris, wo er die Welt des Symbolismus kennenlernte. Er verteidigte die Volksfront und die Republik.

  • Erste Phase: Modernistisch geprägt, gekennzeichnet durch ein Gefühl von Traurigkeit, Melancholie, Einsamkeit und jener Unzufriedenheit, die die Kindheit nostalgisch macht. Er nutzt Symbole wie den Weg des Lebens in verschiedenen Formen, wie in Soledades, Galerías y otros poemas.
  • Neue Gedichte: Diese beschreiben die kastilische Landschaft als Bezugspunkt neben den inneren Gefühlen des Dichters, wie in Campos de Castilla, einem unvollendeten Gedichtband.

Seine Poesie entwickelt sich hin zu philosophischen Themen (wie Realität und Traum, das Leben als Weg etc.) in Proverbios y cantares.

Zudem verfasste er Juan de Mairena, eine Prosasammlung mit Reflexionen über Literatur, Politik, Philosophie und mehr.

Ramón María del Valle-Inclán: Ästhetik des Esperpento

Valle-Inclán erlebte die Bohème des Jahrhunderts, kritisierte die Diktatur von Primo de Rivera und wurde für Die Sonaten inhaftiert. Die Sonaten (Höhepunkt der modernistischen Prosa) erzählen vier sentimentale Abenteuer, die die vier Lebensphasen des Marquis von Bradomín darstellen, eines hässlichen, sentimentalen und katholischen Don Juan.

In Tirano Banderas und der Trilogie El Carlista thematisiert er die Härte des Krieges. Das Esperpento ist eine neue Ästhetik, die durch Verzerrungen der Wirklichkeit gekennzeichnet ist (Parodie und Verzerrung hindern uns nicht, die Charaktere zu erkennen, Objektivierung von Objekten, Vermischung von Sprachebenen etc.).

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