Spanische Literatur: Von der Romantik bis zum Novecentismo
Eingeordnet in Spanisch
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 4,82 KB
Eigenschaften des Textes
Fitness: Account-Informationen würden Sie benötigen.
Konsistenz: Geordnet und strukturiert.
Zusammenhalt: Globales oder einzelnes Element.
Die Romantik in Spanien
Historischer Kontext: Französische Revolution (1789), spanischer Unabhängigkeitskrieg (1808), absolute Monarchie unter Ferdinand VII. (1814–1833).
Die Romantik ist eine Kunstbewegung, die sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte, Spanien jedoch erst in den 1830er Jahren erreichte. Merkmale sind:
- Subjektivität: Persönliche Sicht der Welt.
- Individualismus: Bedeutung des inneren Selbst, Gefühle und Emotionen der Vergangenheit.
- Irrationalismus: Bedeutung des Gefühls, das Rationale, Übernatürliche und Sonderbare (weird).
- Desengaño: Enttäuschung, Einsamkeit und Unverständnis (einsame Orte, Verteidigung der Freiheit und des Lebens).
Romantische Poesie und Erzählung
José de Espronceda: Verteidiger der Freiheit. Sein leidenschaftlicher Stil erschuf großartige oder rebellische Charaktere. Werke: Canción del Pirata, El Verdugo.
Narrative Werke: El estudiante de Salamanca, El diablo mundo.
Gustavo Adolfo Bécquer: In Rimas thematisiert er Liebe und Poesie und nutzt die Frau als Symbol der Schönheit. Bekannt für seine Leyendas mit schönen Frauen und mittelalterlichen Umgebungen.
Rosalía de Castro: Cantares Gallegos, Follas Novas, En las orillas del Sar.
Romantische Prosa
Mariano José de Larra: Sein Drama Macías sticht hervor, ebenso wie seine zahlreichen Zeitungsartikel (z. B. Vuelva usted mañana), in denen er soziales Verhalten und Praktiken kritisiert.
Realismus und Naturalismus
Realismus
Eine Kulturbewegung der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Merkmale:
- Beobachtung und detaillierte Beschreibung der Wirklichkeit.
- Objektive Darstellung von Tatsachen.
- Soziale und politische Kritik.
- Einfacher, nüchterner Stil mit Vorliebe für den Roman.
Naturalismus
Literaturströmung des späten 19. Jahrhunderts, vor allem in Frankreich durch Émile Zola geprägt. Merkmale: Elende Umgebungen, instinktgetriebene Charaktere und ein unpersönlicher Erzähler.
Autoren in Spanien: Fernán Caballero, Alarcón, Juan Valera, Pereda, Emilia Pardo Bazán.
Bedeutende Realisten
Benito Pérez Galdós: Verfasste frühe Romane, zeitgenössische spanische Romane (Fortunata y Jacinta, Miau) sowie die Episodios Nacionales (insgesamt 46 Romane).
Leopoldo Alas „Clarín“: Bekannt für zwei Romane: La Regenta (im Original fälschlich als „The Oz“ bezeichnet) und Su único hijo, sowie Kurzgeschichten und satirische Erzählungen.
Modernismus und die Generation von 98
Zu Beginn des Jahrhunderts rebellierten junge Schriftsteller gegen die ältere Literatur. Die Generation von 98 vereinte Autoren mit einer rebellischen Haltung gegen bürgerliche Werte. Sie suchten Originalität, befassten sich mit der Vergangenheit und thematisierten Schmerz, Angst, exotischen Geschmack, Kosmopolitismus, Erotik und Esoterik.
Wichtige Autoren
Antonio Machado: Verteidiger der Republik. Werke: Soledades (1903), Soledades. Galerías. Otros poemas (1907) und Campos de Castilla. Sein letztes Buch war Nuevas canciones (1924). Er veröffentlichte zudem Prosa unter dem Namen Juan de Mairena.
Miguel de Unamuno: Kämpfer gegen faschistische Regime. Er schrieb Essays, Romane, Lyrik und Dramen. Themen: Intrahistorie (En torno al casticismo), Todesangst, der Konflikt zwischen rationaler Sicherheit und dem Glauben an Gott. Romane: Niebla, San Manuel Bueno, mártir. Theater: El hermano Juan.
Pío Baroja: Schüchterner Charakter mit Überempfindlichkeit. Schrieb über 60 Romane, darunter Camino de perfección, La lucha por la vida und El árbol de la ciencia. Seine Protagonisten sind oft Außenseiter. Sein Stil ist geprägt von Natürlichkeit und einem ständigen Szenenwechsel.
Novecentismo
Kulturbewegung des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts in Spanien. Die Autoren waren hochqualifizierte Profis. Attribute: Rationalität, Anti-Romantik, Verteidigung der „reinen Kunst“, Aristokratismus und Sorgfalt in Stil und Form.