Spanische Literatur: Theater, Generation 27 und Avantgarde
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Spanisches Theater und Literatur vor 1950
Das Theater vor dem Bürgerkrieg
Im Theater vor dem Bürgerkrieg existierten zwei Hauptrichtungen: das Kommerzielle Theater und das Theater der Erneuerung.
- Bürgerliche Komödien und Melodramen ländlicher Umgebung (z. B. Jacinto Benavente).
- Komisches Theater (z. B. Carlos Arniches und die Brüder Serafín und Joaquín Quintero).
Ramón M. del Valle-Inclán und das Groteske Theater
Ramón M. del Valle-Inclán ist der Schöpfer einer neuen Formel, bekannt als das Groteske Theater (Esperpento).
- Darstellung von gewalttätigen und verfallenen Umgebungen.
- Charakteristisch ist die Animalisierung und Objektivierung der Charaktere.
Die Generation von 27
Die Generation von 27 wurde von einer Gruppe von Dichtern gebildet, die ihre ersten Werke zwischen 1920 und 1930 veröffentlichten (z. B. Federico García Lorca, Gerardo Diego, Rafael Alberti).
Hintergrund und Ästhetik
- Die Dichter stammten oft aus liberalen bürgerlichen Familien und verfügten über eine fundierte literarische Bildung.
- Gemeinsame ästhetische Haltung: Die Synthese zwischen Tradition und Avantgarde.
- Sie verwendeten universelle Themen und etablierte metrische Systeme.
- Einflüsse von Ultraismus, Kreationismus und Surrealismus.
Historische Entwicklung
- Während der Diktatur von Primo de Rivera und der Zweiten Republik fand eine Ko-Evolution statt.
- Der Bürgerkrieg und das Exil einiger Mitglieder führten zur Dispersion der Gruppe.
Poesie der Generation 27: Zwei Entwicklungslinien
Die Poesie der Generation von 27 hatte zwei grundlegende Entwicklungslinien:
- Neopopularismo: Nutzung von Ressourcen und metrischen Formen der spanischen Volksdichtung.
- Beispiele: „Gypsy Ballads“ (Romancero Gitano) und „Land Seemann“ (Marinero en Tierra).
- Reine Poesie: Fokus auf lyrische Reinheit.
- Beispiele: „Die Stimme wegen dir“ (La voz a ti debida), „Wegen der Liebe“ (Razón de amor) und „Lied“ (Cántico).
Avantgarde-Strömungen
Ramón Gómez de la Serna und die Greguerías
Ramón Gómez de la Serna ist der Schöpfer der Greguerías (kurze, witzige Prosasätze).
- Kurze und witzige Metaphern, Personifikationen oder ungewöhnliche Wortspiele.
- Zentral ist ein ausgeprägter Sinn für Humor.
Der Ultraismus
Der Ultraismus ist eine besondere Stilrichtung der Poesie in Kastilisch.
- Einfluss des Futurismus.
- Bedeutung des visuellen Layouts der Worte.
- Verwendung origineller Metaphern.
- Streichung von Satzzeichen.
Spanische Poesie der 1940er Jahre
In den vierziger Jahren herrschten im Ausdruck der spanischen Poesie religiöse und existenzielle Sorgen vor.
- Themen: Pessimismus, Angst, Chaos und Meinungsverschiedenheiten mit der Wirklichkeit.
- Wichtige Werke: „Kinder des Zorns“ (Hijos de la ira) und „Schatten im Paradies“ (Sombra del Paraíso).
- Autoren: Blas de Otero, Luis Rosales und Miguel Hernández.