Spanische Lyrik der 1940er–1950er: Strömungen & Autoren
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Verwurzelte Lyrik (1940er)
Poetry — Verwurzelte Lyrik: Diese Richtung wurde von einer Gruppe von Dichtern in den 1940er Jahren vertreten. Sie suchten die Perfektion und den Ausdruck von Schönheit neben der Not der Zeit (Bürgerkrieg). In ihren Gedichten brachten sie religiöse Überzeugungen oder traditionelle Themen (Glaube, Natur, Liebe) zum Ausdruck. Ihre Sprache war ruhig und klassisch, distanziert und kühl; man vermied schmerzhafte Gefühle und das Aufschreien von Angst. Die Metrik ist regelmäßig, und das Sonett ist die bevorzugte Strophenform. Diese Gedichte wurden meist in Zeitschriften und im Verlag Garcilaso Escorial veröffentlicht. Letzteren gründete García, José Nieto. Zu den verwurzelten Autoren gehören: Luis Rosales, Leopoldo Panero, Luis Felipe Vivanco und Dionisio Ridruejo.
Entwurzelte Lyrik
In derselben Dekade der 1940er Jahre stand diese Poesie im Widerspruch zum klassischen Skeptizismus. Ein wichtiger Meilenstein dieser Strömung ist das Buch Kinder des Zorns (1944) von Dámaso Alonso, ein Werk voller Existenzangst. Die Veröffentlichung dieser Dichtung erfolgte hauptsächlich in der Zeitschrift Rohrkolben-Magazin unter der Leitung von Antonio González de Lama sowie durch die Beiträge der Dichter Cremer und Eugenio de. Diese Poesie bringt menschliche Farbtöne zurück; die Dichter erheben ihre Stimme, um ihre Anliegen und Lebensumstände zu äußern.
Soziale Lyrik
Der Blick richtet sich nach außen und betrachtet die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten, die Menschen erleiden. Diese Richtung ist die poetische Stimme der Solidarität und der Anklage und bildete sich gegen Ende der 1940er Jahre. Zwei ihrer bedeutendsten Werke sind Lieder (Cantos) von Gabriel Celaya und Ich bitte um Frieden sowie Das Wort von Blas de Otero. Der soziale Dichter erinnert an die Leiden der Menschheit und prangert Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten an. Sein Ziel ist es, dass der Leser sich dessen bewusst wird; er wendet sich an die breite Masse mit einfacher und direkter Sprache.
Generation der 50er
Generation 50. Diese Generation entstand bis Mitte der 1950er Jahre, in der die soziale Poesie ihren Höhepunkt erreichte. Zu den bekannten Autoren dieser Generation gehören Jaime Gil de Biedma, Carlos Barral, Ángel González und José Manuel Caballero Bonald.
Merkmale der Generation 50
- Kritische Bewertung der Realität
- Weniger dramatischer Ton; sachlichere poetische Sprache
- Rückkehr zur sozialen Thematik
- Beschäftigung mit Intimität und subjektivem Humor
- Vorherrschen von Skepsis
- Verständnis von Ironie; Poesie als Form persönlicher Erfahrung und Erforschung der Wirklichkeit
Bürgerliches Theater und Steuerhinterziehung
Nach dem Bürgerkrieg und in der Nachkriegszeit dominierte in Spanien das bürgerliche Drama. Dieses Theater richtete sich an ein Publikum, das die klassischen Konventionen verstand. Das Theater insgesamt ist innerhalb einer bürgerlichen dramatischen Konzeption gut konstruiert; seine Werke sind wenig innovativ und üben nur begrenzt Kritik an sozialen und historischen Wirklichkeiten. Ausgewählte Autoren sind Joaquín Calvo Sotelo und Jaime Salom.