Das Spanische Olympische Komitee: Satzung, Mission und Funktionen
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Das Spanische Olympische Komitee: Rechtsgrundlagen und Struktur
Das Spanische Olympische Komitee (COE) unterliegt, in Bezug auf das Sportgesetz, seiner eigenen Satzung sowie den Bestimmungen der Olympischen Charta und anderen Regeln des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die für die Olympische Bewegung gelten. Ergänzend dazu regeln die Verordnungen des COE in vielen Bereichen seine Befugnisse und ergänzen die entsprechenden Standards.
Die Olympische Charta als Grundlage
Die Olympische Charta ist die Vorschrift für die gesamte Olympische Bewegung. Sie enthält die grundlegenden Prinzipien, Regeln und Gesetze, die vom IOC erlassen wurden, und legt die Bedingungen für die Durchführung der Olympischen Spiele sowie die Teilnahme fest. Die Charta wird durch weitere Bestimmungen des IOC und den Ethikkodex ergänzt, die auf der offiziellen Website des IOC einsehbar sind.
Mission und Funktionen des COE
Kernmission
Die Mission des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) ist es, die olympische Bewegung in seinem jeweiligen Land zu fördern und zu schützen, im Einklang mit der Olympischen Charta.
Wesentliche Aufgaben der NOKs
- 2.1 Verbreitung des Olympismus: Förderung der grundlegenden Prinzipien des Olympismus auf nationaler Ebene im Rahmen der sportlichen Betätigung. Dies beinhaltet die Offenlegung des olympischen Gedankens in Lehrplänen für Leibeserziehung und Sport an Schulen und Universitäten sowie die Förderung von Institutionen zur olympischen Erziehung (z. B. Nationale Olympische Akademien, Olympische Museen und kulturelle Programme).
- 2.2 Einhaltung der Charta: Gewährleistung der Einhaltung der Olympischen Charta im jeweiligen Land.
- 2.3 Sportförderung: Unterstützung der Entwicklung des Hochleistungssports sowie des Sports für alle.
- 2.4 Trainerausbildung: Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Trainern, insbesondere durch die Organisation von Kursen, die zur Verbreitung der Grundprinzipien des Olympismus beitragen.
- 2.5 Anti-Diskriminierung: Aktive Verpflichtung gegen jede Form von Diskriminierung und Gewalt im Sport.
- 2.6 Anti-Doping: Bekämpfung der Verwendung verbotener Substanzen und Verfahren durch das IOC und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), in Zusammenarbeit mit den zuständigen nationalen Behörden, um medizinische Kontrollen zu gewährleisten.
Exklusive Zuständigkeiten und Rechte
3. Die NOKs sind ausschließlich zuständig für die Entsendung von Vertretern ihres jeweiligen Landes zu Olympischen Spielen und Multisport-Wettkämpfen, die von der IOC gefördert werden. Darüber hinaus ist jedes NOK verpflichtet, durch die Teilnahme seiner Athleten an den Spielen der Olympiade mitzuwirken.
4. Die NOKs besitzen das Vorrecht, eine Stadt in ihrem jeweiligen Land als Kandidat für die Organisation der Olympischen Spiele vorzuschlagen.
Beziehungen zu staatlichen Stellen und Autonomie
5. Das COE muss harmonische und kooperative Beziehungen zu den zuständigen staatlichen Stellen pflegen und sich wirksam an der Organisation von Programmen beteiligen, die den Sport auf allen Ebenen fördern. Angesichts des Beitrags des Sports zu Bildung, Gesundheit, Wirtschaft und sozialer Ordnung ist die Unterstützung durch öffentliche Hand wünschenswert, um diese Ziele zu erreichen. Dennoch müssen die NOKs ihre Autonomie wahren und sich gegen jeglichen Druck – sei er politischer, religiöser oder wirtschaftlicher Natur – wehren, der sie an der Erfüllung ihrer Aufgaben gemäß der Olympischen Charta hindern könnte.
Rechte der NOKs
6. Die NOKs haben das Recht:
- 6.1 Vorschläge an das IOC bezüglich der Olympischen Charta und der Olympischen Bewegung im Allgemeinen, einschließlich der Organisation und Entwicklung der Olympischen Spiele, einzureichen.
- 6.2 Ihre Ansichten zu Nominierungen für die Organisation Olympischer Spiele zu äußern.
- 6.3 An der Vorbereitung Olympischer Kongresse teilzunehmen.
- 6.4 Auf Anfrage des IOC an Aktivitäten von IOC-Ausschüssen teilzunehmen.
Satzung und ergänzende Verordnungen des COE
Die Stiftung des Spanischen Olympischen Komitees wird durch eine eigene Satzung geregelt, die sie als private Kulturstiftung definiert und vom Europarat genehmigt wurde. Diese Satzung fördert die Formulierung, Entwicklung, den Schutz und die Unterstützung von Aktivitäten, die dem Spanischen Olympischen Komitee dienen, sowie die Förderung des Sports im Allgemeinen und der olympischen Ideale.
Das Spanische Olympische Komitee ist durch seine Satzung geregelt, die ordnungsgemäß vom IOC genehmigt wurde. Diese Satzung sieht unter anderem deren Befugnisse, Mitglieder, Organe, Führungskräfte und die Vorbereitung von Versammlungen vor. Die Verordnungen des COE ergänzen die Satzung, insbesondere hinsichtlich der praktischen Aspekte der internen Abläufe.
Die vier aktuellen Verordnungen
Die vier aktuellen Verordnungen lauten wie folgt:
- VERORDNUNG Preise des COE: Diese Verordnungen regeln die Vergabe von Zuschüssen zur Belohnung von Personen oder Organisationen, die herausragende olympische Werte durch ihre sportliche Leistung zeigen oder wesentlich zur Entwicklung des Sports und des olympischen Gedankens beitragen.
- VERORDNUNG DISZIPLINARVERFAHREN COE: Diese Verordnung trägt zur Etablierung der disziplinarischen Regeln bei, die in dieser Verordnung weiter ausgeführt werden.
- REGELN STIPENDIEN: Die Vergabe von COE-Stipendien wird durch besondere Vorschriften geregelt.
- VERORDNUNG DER HILFE FÜR SPORTLER: Das COE leistet über seine Sportlerkommission medizinische Hilfe und Unterstützung bei der sozialen Integration, wie in dieser Verordnung festgelegt.