Spanische Wirtschaftsgeschichte: Boom, Krise und Demokratischer Übergang
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Der wirtschaftliche Boom in Spanien
Der wirtschaftliche Boom: Die spanische Wirtschaft erlebte eine Periode starken Wachstums. Dieses Wachstum manifestierte sich in verschiedenen Sektoren. Die Erneuerung der Landwirtschaft wurde durch die zunehmende Mechanisierung und die Diversifizierung der Produktpalette vorangetrieben. Zuwächse gab es auch im Dienstleistungssektor, der durch die Ankunft des Tourismus sehr wichtig wurde. Die Tourismusbranche leistete zeitnahe Unterstützung für die wirtschaftliche Entwicklung. Der Außenhandel zeigte ein deutliches Wachstum. Das Volkseinkommen stieg, was zu einer allgemeinen Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung führte. Eine Erhöhung, die unausgewogen war, war einer der Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung Spaniens, verbunden mit der westeuropäischen Wirtschaft. Dies ermöglichte den Export landwirtschaftlicher und industrieller Produkte, die Entsendung einer großen Anzahl von Arbeitern und den Erhalt riesiger Einnahmen aus dem Tourismus. Dieses Wachstum stärkte die Wirtschaft stark und erwies sich als sehr wettbewerbsfähig.
Demografischer Wandel und Gesellschaftstransformation
Die Verbesserung der Lebensbedingungen verursachte eine höhere Geburtenrate und einen Rückgang der Sterblichkeit, was zu einem starken Anstieg der Bevölkerung führte. Neben der spanischen Bevölkerung gab es die wichtigsten Wanderungsbewegungen der letzten Jahrhunderte. Durch die Verbesserung des Lebensstandards fiel die landwirtschaftliche Bevölkerung zugunsten des städtischen Wachstums. Die Modernisierung der Wirtschaft führte auch zum Wachstum der Mittelschicht. Die steigenden Einkommen ermöglichten es den Familien, mehr Geld für den Kauf von Konsumgütern auszugeben. So wurde Spanien zu einer Konsumgesellschaft.
Eine offene Gesellschaft und Bildung
Die Ankunft des Tourismus, offene Grenzen und Reisen ermöglichten es den Spaniern, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen. Dies förderte erzieherische und soziale Reformen: Das Allgemeine Bildungsgesetz führte die allgemeine Grundschulbildung ein.
Widerstand und Repression im Franco-Regime
Die frühen Tage des Franco-Regimes waren von Repression geprägt. Alle politischen Parteien und Gewerkschaften mussten in den Untergrund gehen, und Zehntausende von Menschen wurden wegen ihrer politischen Tätigkeit verhaftet, gefoltert und ermordet. Doch schon von Anfang an begann sich eine Opposition gegen Franco zu formieren.
Die Wirtschaftskrise des Jahrzehnts bis 1970 und der Beginn des Wandels
Der Beginn einer Veränderung in der Wirtschaft der westlichen Länder wurde durch die rasant steigenden Preise für Öl und Rohstoffe aus Übersee ausgelöst. Die Ölkrise beendete die Periode des Wachstums und des Wohlstands. In Spanien begann diese Krise mit einem anhaltenden Preisanstieg und einem Rückgang des Tourismus, was sich vor allem im industriellen Bereich auswirkte. Spanien sah sich gleichzeitig mit dem Tod Francos und dem Übergang zur Demokratie konfrontiert.
Die letzten Jahre der Franco-Ära
Franco war krank, und Admiral Carrero Blanco, der von der ETA als Regierungschef eingesetzt wurde, wurde ermordet. Dies war ein Schlag gegen das Franco-Regime. Innerhalb des Franco-Regimes befürworteten die Hardliner die Beibehaltung des Franco-Systems auch nach dem Tod des Diktators, während die Reformer auf einen allmählichen Reformprozess setzten. Die Gründung einer neuen Regierung unter der Leitung von Carlos Arias Navarro versprach eine politische Öffnung. Angesichts dieser Tatsache zeigten die Reformgegner ihren Unmut, und die Traditionalisten begannen aggressiv, die Notwendigkeit zu verteidigen, die Prinzipien und Institutionen des Franco-Regimes intakt zu halten. Die Plattformen der antifranquistischen Einheit koordinierten sich und erklärten, dass sie keine Änderung akzeptieren würden, die keine Amnestie, die Anerkennung von Freiheiten und freie Wahlen beinhaltete.
Franco stirbt: Der Übergang zur Demokratie
Juan Carlos wurde als König von Spanien vereidigt, und seine Botschaft deutete auf die Bereitschaft hin, politische Veränderungen zu fördern. König Juan Carlos entließ die Regierung von Arias Navarro. Ein Politiker namens Adolfo Suárez setzte auf Offenheit. Die Regierung suchte die Unterstützung der Opposition, die beschloss, die Reform zu akzeptieren. Das Politische Reformgesetz wurde angenommen, das die Transformation der Franco-Gerichte in einen durch allgemeine Wahlen gewählten Kongress der Abgeordneten und einen Senat organisierte. Der Weg zur Demokratie war offen.