Spanischer Bürgerkrieg, Konkordat und Demokratie: Historische Begriffe erklärt

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Internationale Brigaden

Die Internationalen Brigaden waren internationale Freikorps, die auf republikanischer Seite am Spanischen Bürgerkrieg teilnahmen. Sie wurden aufgerufen, um den Kampf für die Republik zu unterstützen, basierend auf einem Vorschlag der Kommunistischen Partei Frankreichs. Ihr Ziel war es, Freiwillige aus allen Ländern – unabhängig davon, ob sie kommunistisch oder faschistisch waren – allein für den Kampf der Freiheit zu sammeln. Sie konzentrierten ihre Ausbildung in Albacete, wo sie uniformiert wurden und eine minimale militärische Ausbildung erhielten.

Konkordat

Das Konkordat ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen einem Staat und dem Heiligen Stuhl. Die Vertreter des Papstes und des Staates können Vereinbarungen über kirchliche Angelegenheiten treffen (z. B. die Finanzierung der Kirche, die Ernennung von Bischöfen oder das Ehegesetz) oder einfach nur regelmäßige Beziehungen festlegen. Damit das Abkommen in Kraft tritt, muss es von beiden Vertragsparteien ratifiziert werden. In Spanien haben Konkordate traditionell seit dem Mittelalter Bestand; in der heutigen Zeit wurden sie in den Jahren 1851, 1953 und 1979 unterzeichnet.

Organische Demokratie

Die Organische Demokratie war das politische System des Franco-Regimes. Es förderte die Beteiligung der Bürger durch die vertikale Gewerkschaft, Gemeinden und andere Körperschaften. Der Begriff war jedoch ein Euphemismus, der in der Praxis für das Verschwinden des demokratischen Systems und das Prinzip der nationalen Souveränität stand.

Regierung

Die Regierung entstand im vierzehnten Jahrhundert in der Krone von Aragon als die Institution, die für die Erhebung der Steuern verantwortlich war, die von den Cortes (Gerichten) bewilligt wurden, falls diese nicht erhoben wurden. Im Laufe der Zeit erwarb sie einen ständigen Charakter und erweiterte ihre administrativen und politischen Befugnisse. Sie wurde 1716 durch die Dekrete der Nueva Planta (zwischen 1707 und 1716) aufgehoben.

Im Jahr 1931 wurde die Republik in Katalonien in der Zweiten Republik wiederhergestellt. Nach der Genehmigung des Statuts von Katalonien im Jahr 1932 wurde sie in Generalitat (autonome Regierung) umbenannt, welche den Parlamentsrat, den Präsidenten und das Direktorium umfasste. Franco unterdrückte sie erneut, nur um sie 1977 wieder aufleben zu lassen. Die Verfassung von 1978 erkannte sie an, wobei die Estatuts die Autonomie im gesamten Staat regeln. Der Begriff wird auch verwendet, um die Regierung zu beschreiben, die heute in Valencia existiert.

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