Spanischer geographischer Raum – Regionen, Inseln und Gebirge
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Spanischer geographischer Raum
Gesamtfläche: 505.987 km²
Die peninsulare Fläche: 493.516 km²
Balearen: 4.992 km² im Mittelmeer — Mallorca, Menorca, Ibiza (Eivissa), Formentera, Cabrera und etwa 150 Inseln.
Kanarische Inseln: 7.447 km² — La Palma, El Hierro, La Gomera, Tenerife, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und kleinere Inseln.
Ceuta und Melilla: Ceuta 19,6 km² (auf der nordafrikanischen Halbinsel), Melilla 12,3 km².
Peninsuläre Erhebungsformen und Reliefelemente
Die peninsulären Erhebungen umfassen verschiedene Formen: Massivformen, Höhenzüge und die Anordnung peripherer Gebirge. Diese Strukturen prägen das Relief und die physische Gliederung des Landes.
Typen morphostruktureller Einheiten
Man unterscheidet mehrere morphostrukturelle Einheitentypen, die das Relief der Halbinsel bestimmen. Im Folgenden werden die Haupttypen erläutert:
A) Grundgebirge, Tafeln und Hochebenen
Diese Einheiten wurden als Ergebnis von Abschleifung und Erosion der Gebirge gebildet, oft während oder nach Gebirgsbildungsphasen. Es handelt sich meist um paläozoische Materialien, vorwiegend Silikatgesteine wie Granit, Quarzit und Schiefer, die sehr widerstandsfähig sind. In vielen westlichen Bereichen der Halbinsel bilden diese nicht gefalteten Gesteine das Grundgebirge.
B) Alte Massivgebiete
Die alten Massivgebiete sind durch eine erneute Hebung (Reaktivierung) infolge der alpinen Orogenese geprägt. Sie zeigen abgerundete Formen und bedecken weitgehend erodierte Hochflächen. Beispiele sind:
- Systema Central (z. B. Sierra de Guadarrama, Montes de Toledo)
- Galicisches Massiv
- Westlicher Teil des Kantabrischen Gebirges
C) Gefaltete Gebirgszüge (Kordilleren / Kordilleren alpiner Prägung)
Gefaltete Gebirge sind große Bergrücken, die durch die Faltung sedimentärer Materialien infolge orogener Prozesse entstanden sind. Man unterscheidet grob:
- Zwischengebirge / Kordilleren mittlerer Faltung: Faltung von Material, das in marinen Becken abgelagert wurde (z. B. Teile des Sistema Ibérico und östliche Bereiche des Kantabrischen Schelfs).
- Alpine Kordilleren: Gebilde, die durch stärkere Faltung in Geosynklinalen oder langen, tiefen Gräben entstanden sind (Beispiele: Pyrenäen und die Betischen Kordilleren).
D) Sedimentbecken und Depressionen
Sedimentbecken oder Depressionen sind Bereiche, in denen sich Sedimente, häufig auch Kalkstein, angereichert haben. Wichtige Typen sind:
- Becken, die durch Blockabsenkung eines Sockels infolge der alpinen Orogenese gebildet wurden (z. B. Duero-Becken, Becken entlang des Guadiana).
- Voralpine Vertiefungen oder Becken, die sich jenseits der Hauptgebirgsketten gebildet haben (z. B. Ebro-Depression und Guadalquivir-Becken).
Die Entstehung dieser Becken beruht auf Tektonik: Zerlegung, Hebung und anschließende Absenkung von Schollen und Leisten erklärt die Ausbildung bestimmter Sektoren und ihrer jeweiligen Senkungen.