Sprache, Kommunikation und Kultur: Entwicklung und Merkmale

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Sprache und Mensch-Tier-Kommunikation

Stereotype Verhaltensmuster bei Tieren: Tiere zeigen starre Verhaltensmuster. Interventionen im Tierverhalten erfordern viel Lernen.

Tierkommunikation: Dient der Sicherung von Ressourcen und dem Überleben.

Menschliche Kommunikation: Dient der Übertragung von Kultur.

Verhaltensformen

  1. Stereotypes und erlerntes Verhalten.
  2. Komplexe, angeborene und flexible Verhaltensweisen.

Die menschliche Sprache

Die menschliche Sprache ist abstrakt, konzeptionell und symbolisch.

Entstehung der Sprache: Die Sprachentwicklung hängt mit dem Aufkommen des Bipedismus (phonatorisches System), der Vergrößerung der Schädelkapazität und der erhöhten Fähigkeit zum Denken zusammen.

Zwei Formen der Sprache: verbal und nonverbal. Sie bereichern das gesellschaftliche Leben und zeugen von sozialem und persönlichem Bewusstsein.

Neurophysiologische Aspekte der Sprache

Der Stimmapparat (Vokalapparat)

Dazu gehören: Kehlkopf, Stimmbänder, S-Bogen-Hohlraum (Resonanzraum), Gaumen, Zähne und weitere Organe.

Die Entwicklung des Gehirns wird durch die Ansaugluft und die Produktion von Tönen gefördert.

Sprachzentren im Gehirn

Die für Sprachtätigkeiten verantwortlichen Bereiche des Gehirns sind das Broca-Areal und das Wernicke-Areal.

Eigenschaften der menschlichen Sprache

  • Wir können über Dinge sprechen, die nicht präsent sind.
  • Mithilfe der Sprache strukturieren wir die Realität und organisieren unsere Welt.
  • Menschliches Denken ist Sprache: Die Sprache ist verinnerlicht. Es wird angenommen, dass die Sprache alles zum Ausdruck bringt; ohne Sprache entwickelt sich kein Denken.
  • Die Sprache ermöglicht das Sprechen (Speech).
  • Sprache ist ein Objekt, das über die physische Welt sprechen kann.
  • Metasprache: Die Sprache, die wir verwenden, um über die Sprache selbst zu sprechen.

Phasen der Sprachentwicklung

1. Prälinguistische Phase (Säuglingsalter)

Beginnt mit der Vokalisation von Säuglingen. Es treten Echolalie (Wiederholung von Lauten) und phonatorische Übungen auf, begleitet von Gestik. Diese Phase ist durch Gensequenzen mitbestimmt (ca. 8 Monate).

2. Protolinguistische Phase

Gekennzeichnet durch Ein-Wort-Sätze, unterstützt durch Intonation (ca. 12 Monate).

3. Linguistische Phase

Nach zwei Jahren erscheinen Zwei-Wort-Sätze, die den Ausdruck von Besitz, Identifizierung, Bewertung und Wünschen ermöglichen. Es folgen vollständige, ausgereifte Sätze und die Nutzung der symbolischen Funktion, die Interaktion mit der Umwelt und die Kontextualisierung von Erfahrungen und Erwartungen.

Merkmale: Konzeption, Abstraktion und Verallgemeinerung (ab 24 Monate).

4. Abstraktions- und Identifikationsphase (Erwachsenenalter)

Das Denken erreicht die volle Reife im Erwachsenenalter.

  • Identifikation: Ermittlung einer Reihe von Wörtern, die das Konzept identifizieren. Symbolische Darstellung des Konzepts.
  • Konventionelle Zeichen: Vorher vereinbarte Zeichen.
  • Generalisierung: Anwendung des Konzepts zur Beschreibung aller Dinge, die dadurch bestimmt werden.

Merkmale der Kultur

Die Kultur besteht aus drei Hauptelementen:

1. Das Verhaltenselement

Verhalten, das durch Moral, Sitte, Recht und Ethik konfiguriert wird. Es materialisiert sich in Werten und Einstellungen. Das Individuum kennt die Regeln und Vorschriften sowie gutes und schlechtes Verhalten, das belohnt oder bestraft wird.

2. Das Kognitive Element

Umfasst Wissen, Wissenschaft, Technik, Kultur, Ideologie und Glauben. Es ist die Art und Weise, Phänomene der Natur und der Welt zu verstehen und zu erklären, oft ausgedrückt durch wissenschaftliche Gesetze.

3. Das Materialelement

Die Gesamtheit der Objekte, die die Menschheit hervorgebracht hat, wie Kunst und Technologie.

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