Die Sprachenvielfalt Spaniens: Ein Überblick

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Die sprachliche Vielfalt Spaniens

Die sprachliche Karte von Spanien ist reich und vielfältig. Zunächst lassen wir Portugal, Andorra und Gibraltar außer Acht, berücksichtigen jedoch die Kanarischen Inseln, die Balearen sowie Ceuta und Melilla. Die sprachliche Realität Spaniens besteht aus einer Reihe von Sprachen und dialektalen Formen, die sich aus Resten mittelalterlicher sowie lokaler und regionaler Dialekte zusammensetzen.

Die offiziellen Sprachen des Landes

Die Sprachen, die es in Spanien gibt, sind Kastilisch (oder Spanisch), Katalanisch, Galicisch und Euskera (oder Baskisch). Ein Dialekt wiederum bildet die besondere Form einer Sprache in einem bestimmten Gebiet. Diese Varietäten unterscheiden sich meist nur geringfügig von anderen Dialekten. Was sie jedoch eigentümlich macht, sind die Aussprache und der Wortschatz, die von Region zu Region variieren.

Regionale Dialekte und Varietäten

Innerhalb des Kastilischen oder Spanischen unterscheidet man vier große Dialekte: das Andalusische, das Extremadurische, das Murcianische und das Kanarische, jeweils mit einer eigenen regionalen Ausprägung. So kann man Spanisch beispielsweise mit einem galizischen oder kubanischen Akzent sprechen. Innerhalb des Katalanischen gibt es ebenfalls verschiedene dialektale Formen: Katalanisch in Katalonien, Valencia und auf den Balearen (einschließlich der Inseln wie Menorca usw.). Katalanisch wird zudem im Roussillon, in der Stadt Alghero und in Andorra gesprochen. Das Galicische unterteilt sich in vier verschiedene Dialektbereiche: Nordwesten, Südwesten, Zentral und Osten.

Besonderheiten des Baskischen und historische Reste

Schließlich findet man in der baskischen Sprache, dem Euskera, eine Vielzahl von Dialekten, Sub-Dialekten sowie regionalen oder lokalen Varianten, was auf den fehlenden Zusammenhalt einer früher etablierten linguistischen Norm zurückzuführen ist. Hervorzuheben sind Dialekte wie das Gipuzkoanische, das Bizkaianische und andere. Es gibt zudem Reste mittelalterlicher Dialekte, die ebenfalls vom Lateinischen abstammen, sich jedoch nicht zu eigenständigen Sprachen entwickelten, sondern in regionale und lokale Dialekte übergingen. Dieses Mosaik aus Sprachen und Modalitäten stellt unser multikulturelles Erbe dar und spiegelt die wechselvolle Geschichte derer wider, die die Iberische Halbinsel bevölkerten.

Rechtlicher Status in der Verfassung

Abschließend lässt sich festhalten, dass all diese Sprachen unter dem Schutz der spanischen Verfassung stehen. In Artikel 3 heißt es nach der Angabe „Kastilisch ist die offizielle spanische Staatssprache“, dass „die anderen spanischen Sprachen in den jeweiligen Autonomen Gemeinschaften gemäß ihren Statuten ebenfalls offiziell“ sind.

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