Sprachfunktionen und Merkmale argumentativer Texte

Eingeordnet in Spanisch

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,84 KB

Sprachfunktionen in der Kommunikation

Die Kommunikation lässt sich in verschiedene Funktionen unterteilen:

  • Referentielle Funktion: Der Fokus liegt auf dem Kontext, also dem Thema oder Problem, auf das verwiesen wird. Es werden Aussagesätze (deklarativ) verwendet, die positiv oder negativ sein können.
  • Poetische Funktion: Vorzugsweise in der Literatur genutzt. Der Fokus liegt auf der Nachricht selbst und ihrer Gestaltung. Zu den expressiven Ressourcen gehören Reim, Alliteration etc.
  • Phatische Funktion: Dient dazu, die Kommunikation zu starten, zu unterbrechen, fortzusetzen oder zu beenden. Hierzu werden Anreden (z. B. „Hallo“, „Wie geht es?“), Abschiedsformeln (z. B. „Auf Wiedersehen“) sowie Formeln zur Gesprächssteuerung (z. B. „Warte kurz“, „Was ich sagen wollte...“) verwendet.
  • Metasprachliche Funktion: Konzentriert sich auf den Sprachcode selbst. Der Code ist hier der dominierende Faktor.

Argumentative Texte: Merkmale und Struktur

Informative Absicht

Der Emittent verfügt über umfangreiches Wissen zum Thema und plant seine verbale Leistung abhängig vom Empfänger:

  • Fachspezifisch: Hohe Dichte an Fachbegriffen und Neologismen, da der Text für Experten geschrieben ist.
  • Allgemein: Einfachere Sprache, weniger technisch, dafür mit vielen Beispielen und Vergleichen, um das Verständnis zu erleichtern.

Der Kanal kann mündlich oder schriftlich sein. Die Merkmale müssen klar, präzise und geordnet sein.

Anforderungen an die Aussage

Jede Aussage sollte folgende Kriterien erfüllen: Klarheit, Ordnung, Präzision und Strenge.

Strukturelle Merkmale

Jede Exposition besteht aus mindestens drei Teilen:

  1. Einführung
  2. Entwicklung
  3. Abschluss

Zusammenhalt (Kohäsion)

Der Zusammenhalt beschreibt das Netz der Beziehungen zwischen den Elementen eines Textes. Er wird durch verschiedene Verfahren erreicht:

  • a) Wiederholung: Das erneute Auftreten von Begriffen.
  • b) Ersetzung durch Pronomen:
    • Anapher: Ein Pronomen ersetzt einen bereits zuvor genannten Begriff.
    • Katapher: Ein Pronomen weist auf einen Begriff hin, der erst später im Text erscheint.
    • Deixis: Bezugnahme auf die Kommunikationssituation (Emittent/Rezipient) durch Pronomen der 1. und 2. Person sowie Demonstrativpronomen (dieser, jener).
  • c) Marker und Konnektoren: Logische Verknüpfungen zwischen Aussagen. Sie erfüllen keine syntaktische Rolle im Satz, werden meist durch Kommas abgetrennt und stehen häufig am Satzanfang.

Verwandte Einträge: