Sprachliche Stilmittel, Grammatik & Literaturgattungen erklärt
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Journalistische Textformen
Feature: Detaillierte Darstellung journalistischer Ereignisse
Ein Feature ist ein journalistisches Genre, bei dem der Reporter persönlich vor Ort recherchiert, um neue Ereignisse detailliert darzustellen.
Chronik: Interpretation vergangener Ereignisse mit persönlicher Note
Eine Chronik interpretiert aktuelle Fakten und Informationen, um ein vergangenes Ereignis zu erzählen, das mit der Gegenwart verbunden ist. Sie ist einem Bericht sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch dadurch, dass der Autor oder Journalist seine persönliche Vision und Meinung äußert. Der Stil ist oft persönlich.
Grammatik und Stilmittel
Pronomen: Bedeutung und Funktion in der Grammatik
Das Wort Pronomen (lateinisch: pronomine) bezeichnet ein Satzglied, das anstelle eines Nomens oder einer Nominalphrase steht. Pronomen sind oft bedeutungslos ohne Kontext und ihre grammatikalische Funktion erschließt sich erst durch den Bezug auf andere Satzteile.
Personalpronomen: Grammatische Personen und ihre Formen
Personalpronomen beziehen sich auf die grammatische Person. Es gibt drei Personen:
- Erste Person: Entspricht dem Sprecher (z.B. ich).
- Zweite Person: Entspricht dem Empfänger (z.B. du, Sie).
- Dritte Person: Ist nicht direkt am Kommunikationsakt beteiligt (z.B. er, sie, es).
Man unterscheidet zwei Arten von Personalpronomen:
- Betonte (tonische) Pronomen: Werden mit eigenem Akzent ausgesprochen, können als Subjekt fungieren und stehen oft vor Präpositionen.
- Unbetonte (klitische) Pronomen: Werden zusammen mit dem Verb ausgesprochen und bilden eine prosodische Einheit.
Anaphorische und deiktische Pronomen: Bezug im Kontext
Pronomen der dritten Person sind anaphorisch, das heißt, sie beziehen sich auf ein zuvor genanntes Element (Präzedenzfall). Im Gegensatz dazu sind Pronomen der ersten und zweiten Person deiktisch, da sie direkt auf die Sprechsituation verweisen (Sprecher, Hörer).
Vergleich: Ähnlichkeiten und Analogien in der Sprache
Ein Vergleich stellt eine Beziehung zwischen zwei Elementen her, die eine Ähnlichkeit oder Analogie aufweisen. Man unterscheidet drei Typen:
- Überlegenheit: z.B. „schneller als“
- Gleichheit: z.B. „so schnell wie“
- Unterlegenheit: z.B. „weniger schnell als“
Lexikalisierte Vergleiche sind feste Wendungen, die im Laufe der Zeit eine eigenständige Bedeutung entwickelt haben und Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs geworden sind, ähnlich wie Redewendungen.
Bildliche Sprache: Übertragene Bedeutungen im Kontext
Bildliche Sprache (oder figurative Sprache) bedeutet, dass die Bedeutung eines Wortes oder einer Wortgruppe je nach Kontext variiert und eine neue, übertragene Bedeutung annehmen kann.
Metaphern: Bildhafte Übertragung von Bedeutungen
Eine Metapher ist ein sprachliches Stilmittel, bei dem ein reales Element durch ein unwirkliches ersetzt wird, mit dem es eine gewisse Ähnlichkeit aufweist. Dabei wird nur das unwirkliche Element explizit im Text genannt, wodurch eine bildhafte Übertragung entsteht.
Euphemismus: Beschönigende Umschreibungen in der Sprache
Ein Euphemismus (vom griechischen Begriff „gutes Gespräch“) ist eine Umschreibung, die ein unangenehmes, anstößiges oder tabuisiertes Konzept oder eine Idee durch eine mildere, beschönigende Formulierung ersetzt, um die direkte Wirkung abzumildern.
Dysphemismus: Abfällige oder ironische Sprachverwendung
Ein Dysphemismus ist das Gegenteil eines Euphemismus. Er verwendet eine abfällige, beleidigende oder ironische Formulierung, um ein Konzept oder eine Idee bewusst negativ darzustellen oder ein Tabu humorvoll zu brechen.
Literarische Gattungen
Abenteuerroman: Spannung, Reisen und Herausforderungen
Ein Abenteuerroman basiert auf einer Reihe von spannenden Ereignissen, die oft durch eine bestimmte Ursache oder einen Zweck ausgelöst werden. Eine Hauptfigur erlebt dabei aufregende Reisen und Herausforderungen, oft in Interaktion mit anderen Charakteren.
Geschichte und Merkmale des Abenteuerromans
Der Abenteuerroman hat seine Ursprünge im modernen Zeitalter. Frühe Klassiker wie Robinson Crusoe (1719) und Gullivers Reisen (1726) basierten auf den Erlebnissen erfahrener Protagonisten und spiegelten oft politische Ideen ihrer Zeit wider.
Im 19. Jahrhundert konsolidierte sich das Genre mit Werken, die zu Klassikern wurden, wie Die drei Musketiere (1844).
In der katalanischen Literatur etablierte Josep Maria Folch i Torres das Abenteuer als eigenständige literarische Kategorie. Spätere Autoren des 20. Jahrhunderts sind Manuel Pedrolo, Gemma Lienas und Maite Carranza.
Wesentliche Merkmale:
- Zeit: Die Handlung kann in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft spielen (z.B. in Science-Fiction-Romanen).
- Erzählzeit: Die Dauer der erzählten Geschichte variiert stark je nach Werk.
- Erzählweise:
- Linear: Die Ereignisse sind chronologisch geordnet, die Handlung schreitet kontinuierlich voran.
- Nicht-linear: Die Geschichte weist Brüche auf, mit Wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart (z.B. Rückblenden).
- Ort: Die Schauplätze, an denen die Ereignisse stattfinden, sind oft vielfältig und exotisch.