Sprachliche Varietäten, Register und Satzarten
Eingeordnet in Lehre und Ausbildung
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,4 KB
Sprachliche Varietäten
- Geographische Varietät (Dialekt): Varietät, die von Sprechern geteilt wird, die aus einem bestimmten Ort oder einer historischen Region stammen.
- Zeitliche Varietät: Varietät, die eine sprachspezifische Epoche teilt.
- Soziale Varietät (Soziolekt): Varietät, die von Sprechern geteilt wird, die derselben sozialen Gruppe angehören.
Idiolekt
Die individuelle Sprachverwendung einer Person. Idiolekte sind nie von einer Person zur anderen identisch.
Angemessenheit
Die Verwendung von Sprache, die an die kommunikative Situation und den Kontext angepasst ist.
Standardvarietät
Diese Formen werden in der allgemeinen Sprache verwendet und sind für alle Sprecher einer Sprache leicht verständlich, unabhängig von ihrer Herkunft.
Register
Wir können vier grundlegende Register unterscheiden:
- Umgangssprache
- Literarische Sprache
- Wissenschaftliche Sprache
- Formale Sprache
Faktoren, die das Register beeinflussen
- Thema: Allgemeine und spezifische Themen erfordern den Einsatz einer bestimmten Terminologie.
- Kanal: Mündlich oder schriftlich.
- Beziehung zwischen Sender und Empfänger: Bekannt oder unbekannt.
- Grad der Formalität: Hoch, mittel, niedrig.
- Ziel oder Absicht: Informieren, die öffentliche Meinung beeinflussen, künstlerische Zwecke, Regelung des sozialen Lebens.
- Ort: Mehr oder weniger formeller Kontext (z. B. akademisch, alltäglich).
- Register: Neutral, mittel, hoch, niedrig.
Satzarten
- Aussagesatz: Dieses Buch ist interessant.
- Ausrufesatz: Wie interessant dieses Buch ist!
- Fragesatz: Ist dieses Buch interessant?
- Aufforderungssatz: Lies jetzt dieses interessante Buch!
Deixis
- Personale Deixis: Bezieht sich auf die am Sprechakt beteiligten Personen.
- Sender (ich, wir)
- Empfänger (du, ihr)
- Räumliche Deixis: Bezieht sich auf den Ort, an dem die Äußerung stattfindet (z. B. hier, dort).
- Zeitliche Deixis: Bezieht sich auf den Zeitpunkt der Äußerung (z. B. jetzt, dann).
Das Verb gibt die Zeit an: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Beispiel: Wenn du das liest, habe ich mich schon entschieden.
Vorurteile
Vorurteile sind Bewertungen, die nicht auf stichhaltigen Gründen beruhen und auf Unwissenheit basieren. Sie können falsch sein.
Einstellungen
Einstellungen sind positive oder negative Prädispositionen gegenüber etwas, die das Handeln beeinflussen.
Einfacher Satz
Subjekt (SN): Determinativ + Nomen = Subjekt (z. B. Das Buch).
Prädikat (SV): Wenn der Satz ein Verb enthält.
Zwei Arten von Prädikaten
- Nominales Prädikat: Drückt ein Attribut aus (z. B. sein, aussehen, scheinen).
- Verbales Prädikat: Drückt eine Handlung oder einen Zustand des Subjekts aus. Der Kern des Satzes ist das prädikative Verb.