Sprachlokalisation und das Wernicke-Geschwind-Modell

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Grundlagen der Sprachlokalisation

Sprachlokalisation: Hierbei handelt es sich um die Identifizierung von neuronalen Schaltkreisen innerhalb der Hemisphären, die an sprachbezogenen Tätigkeiten beteiligt sind. Das Wernicke-Geschwind-Modell beeinflusst maßgeblich das Verständnis der kortikalen Lokalisation von Sprache.

Zentrale Sprachareale und Funktionen

  • Wernicke-Areal: Ein Bereich des linken temporalen Kortex; Wernicke identifizierte diesen Raum als das Zentrum des Sprachverstehens.
  • Expressive Sprache: Bezieht sich auf die Produktion von Sprache, also die Fähigkeit zu schreiben oder zu sprechen.
  • Rezeptive Sprache: Bezieht sich auf das Verständnis von Sprache.
  • Fasciculus arcuatus (Bogenbündel): Die zentrale Nervenbahn, die das Broca-Areal mit dem Wernicke-Areal verbindet.
  • Gyrus angularis (Winkelwindung): Ein Bereich des posterioren Kortex an der Grenze zwischen Temporal- und Parietallappen. In der linken Hemisphäre spielt er eine wichtige Rolle beim Lesen und Denken.

Formen der Aphasie und Sprachstörungen

Broca-Aphasie: Eine Störung der Sprachproduktion ohne gleichzeitiges Defizit im Sprachverständnis. Ein Patient, der nach einem Zahnarzttermin gefragt wird, antwortet beispielsweise abgehackt, aber verständlich: "Ja ... Montag ... und Dick Pope ... Mittwoch um neun Uhr morgens ... und um zehn Uhr morgens ... und ... Zahnarzt."

Wernicke-Aphasie: Eine Störung des Sprachverständnisses bei weitgehend erhaltener Sprachproduktion. Wenn ein Patient beschreiben soll, was auf einer Zeichnung zu sehen ist (z. B. zwei Jungen, die Kekse stehlen), sagt er: "Die Mutter ist hier arbeiten ihre Arbeit besser werden, aber wenn man an die anderen Kinder suchen woanders umsehen. Arbeitet an einer anderen Zeit."

Wortsalat: Das Sprechen klingt flüssig und folgt einem normalen Rhythmus, ist jedoch inhaltlich völlig unverständlich.

Leitungsaphasie (Conduction Aphasie): Diese Form der Aphasie resultiert aus einer Verletzung der Nervenbahnen (Fasciculus arcuatus), die das Wernicke-Areal mit dem Broca-Areal verbinden.

Alexie: Die Unfähigkeit zu lesen, sofern kein allgemeines visuelles, motorisches oder geistiges Defizit vorliegt.

Agraphie: Die Unfähigkeit zu schreiben, sofern kein allgemeines visuelles, motorisches oder geistiges Defizit vorliegt.

Das Wernicke-Geschwind-Modell im Detail

Komponenten des Wernicke-Geschwind-Modells: Zu den Bestandteilen gehören der primäre visuelle Kortex, der Gyrus angularis, die primäre Hörrinde, das Wernicke-Areal, der Fasciculus arcuatus, das Broca-Areal sowie der primäre motorische Kortex (alle lokalisiert in der linken Hemisphäre).

Sequenzielles Modell: Nach diesem Modell ist jedes Ereignis Teil einer Kette von Reaktionen, die in einer linearen Abfolge auftreten und eindeutige Antworten liefern.

Paralleles Modell: Dieses Modell besteht aus zwei oder mehr Pfaden mit gleichzeitiger Aktivität.

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