Sprachvarietäten: Dialekte, Register und die Renaissance
Eingeordnet in Spanisch
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 5,63 KB
Dialekte und ihre Nutzer
Die Dialekte sind mit den Nutzern, d. h. Personen oder Gruppen von Menschen, die eine Sprache verwenden, verbunden.
Typen von Sprachvarietäten
- Historische Varietäten: Jene, die im Laufe der Zeit entstanden sind.
- Räumliche oder geografische Varietäten (Dialekte): Jene, die sich auf die Sprecher und ihre territoriale Herkunft beziehen.
- Soziale Varietäten (Soziolekte): Dies sind Varietäten, die durch soziale Gruppen definiert werden.
Wir können alle Merkmale eines einzelnen Sprechers in Bezug auf seine geografische Herkunft, seinen sozialen Kontext und seine Generation als *Idiolekt* bezeichnen.
Die Standardvarietät
Die Standardvarietät (oder Standardsprache) ist eine interdialektale oder gemeinsame Varietät, die von den Nutzern geschaffen wurde, um Dialektunterschiede zu überbrücken.
Eigenschaften der Standardsprache
Die Standardsprache wird durch Institutionen verbreitet und ist in der Lage, Änderungen in verschiedenen Regelungen oder Subnormen vorzulegen (z. B. durch Gesetze oder Normierungsgremien).
Beziehung zwischen Sprachvarietäten
Jede Äußerung ist sowohl Teil eines Dialekts als auch eines Registers.
Soziale Varietäten (Soziolekte)
Die Gesellschaft ist intern in soziale Gruppen unterteilt. Die Bildung dieser Gruppen ist auf mehrere organisierte Faktoren zurückzuführen:
- Alter
- Wohnort (Habitat)
- Beruf
- Gesellschaftliche Randgruppe
- Soziokulturelles Niveau
Stilvarietäten oder Register
Stilvarietäten oder Sprachmuster sind Register, die mit jeder kommunikativen Situation in den einzelnen Bereichen der Gesellschaft verbunden sind.
Bestimmende Faktoren für Register
- Thema (Item)
- Formalitätsgrad
- Beziehung zwischen Sender und Empfänger
- Kanal
- Zweck (Purpose)
Typen von Registern
Formelle Register
Sie werden so genannt, weil sie die Auswahl der sprachlichen Ressourcen betreffen, die das formellste Register bietet. Das formelle Register zeichnet sich durch einen sorgfältigen Gebrauch der Sprache auf allen Ebenen aus: phonetisch, morphosyntaktisch und lexikalisch. Hierzu gehören die Standardsprache sowie die technische und wissenschaftliche Literatur.
Informelle Register
Sie werden so genannt, weil sie häufig in der zwischenmenschlichen Kommunikation und der spontanen Umgangssprache auftreten. Man spricht von spontanem oder familiärem Sprachgebrauch.
*Eigenschaften informeller Register:*
- Spontaneität
- Expressivität des Sprechers
- Ökonomie der verwendeten sprachlichen Mittel
Geschichte und Gesellschaft im 16. Jahrhundert
In der Politik setzte Karl I. die Stärkung der königlichen Macht der Katholischen Könige fort: die zentralistische, autoritäre Monarchie, die den Adel und die Kirche unterwarf und sich mit dem niederen Adel verbündete.
Sozial ist hervorzuheben, dass sich der Handel vom Mittelmeer weg zum Atlantik verlagerte.
Religiös und kulturell gab es zwei Phasen: Zuerst verbreitete sich unter Karl I. der Renaissance-Humanismus; die zweite Phase unter Philipp II. war von der konservativen Bewegung der Gegenreformation geprägt.
Historische Phasen
Zeit Karls I.
Steht für einen Moment politischer und wirtschaftlicher Brillanz, Optimismus und Offenheit gegenüber neuen europäischen Strömungen.
Zeit Philipps II.
In den europäischen Gebieten, die das Reich bildeten, breitete sich die lutherische Bewegung aus, die zum Protestantismus führte. So begann die Zeit der *Gegenreformation*, gekennzeichnet durch Misstrauen gegenüber bekannten kulturellen Strömungen und Isolation von Europa.
Die Renaissance-Kultur
Sie spiegelt die Assimilation des Humanismus wider, der den Menschen in den Mittelpunkt des Universums stellt (*Anthropozentrismus*). Daraus ergeben sich alle Merkmale, die die Renaissance definieren:
- Man bewundert die klassische griechisch-römische Kultur.
- Man setzt auf rationales Denken.
- Man verteidigt eine neue Spiritualität, basierend auf individueller Erfahrung und Wertschätzung.
Ästhetik der Renaissance
Die Renaissance strebt nach klassischer Schönheit. Daher werden *Gleichgewicht*, *Heiterkeit*, *Glätte* und *Natürlichkeit* hoch bewertet. Die Kunst der Renaissance spiegelt die Idee des Aristoteles wider, wonach Kunstwerke das Schöne in der Realität wiedergeben – die stilisierte, verschönerte Kunst des Machbaren. Die Renaissance-Kunst erfüllt somit eine ästhetische Funktion, da sie auf Schönheit abzielt.
Sprache und Literatur der Renaissance
Das Sprachmodell der Renaissance strebt nach Eleganz und Natürlichkeit in allen Bereichen. In der Literatur zeigt sich die Bewunderung der griechisch-römischen Kultur. Die Ästhetik ist vom *Platonismus* geprägt, und die griechischen und lateinischen Autoren werden als Vorbilder nachgeahmt. Ihr Einfluss spiegelt sich in den Themen und Formen wider.
Wichtige literarische Themen
- Carpe diem: Das Leben genießen.
- Donna angelicata: Die Verklärung der Schönheit der Geliebten.
- Ubi sunt: Die Beschäftigung mit der Vergänglichkeit und dem Tod.
- Locus amoenus: Der liebliche Ort (Beschreibung der Natur).
- Beatus ille: Glücklich derjenige, der fernab der Sorgen das einfache Leben genießt.